Spekulativen Leerstand in Steglitz-Zehlendorf beenden! Radtour aus linker Perspektive von Zehlendorf nach Steglitz


Foto: DIE LINKE. Steglitz-Zehlendorf

11.07.19
BerlinBerlin, News 

 

Von DIE LINKE. Steglitz-Zehlendorf

Die von der Linksfraktion Berlin organisierte politische Radtour mit 35 Teilnehmer*innen unter dem Motto „Spekulativen Leerstand in Steglitz-Zehlendorf beenden“ führte von der Waltraudstraße 45 in Zehlendorf (72 Wohnungen, 85 % Leerstand) bis zum „Geisterhaus“ Gardeschützenweg 3 in Steglitz (verfällt seit 20 Jahren). Zwischenstopps mit Informationen gab es in der Schmarjestraße 14 (seit 1985 im Besitz des Bezirks, sieben Jahre ungenutzt), Thielallee 94 („Dahlemer Dreieck“ im Besitz der BImA, zahlreiche Gebäude stehen leer) und Unter den Eichen 96 (großes Hotelgebäude, drei Jahren ungenutzt).
Dazu erklärt Franziska Brychcy, MdA und Bezirksvorsitzende von DIE LINKE. Steglitz-Zehlendorf, „In Zeiten von akuter Wohnungsnot, fehlenden Gewerbeflächen und Räumlichkeiten für soziale Infrastruktur, ist es auch in Steglitz-Zehlendorf nicht länger hinnehmbar, dass Immobilien über Jahre ungenutzt leer stehen und verfallen. Das Berliner Abgeordnetenhaus muss das Wohnungsaufsichtsgesetz zeitnah weiter verschärfen, so dass u.a. höhere Bußgelder bei Leerstand verhängt werden können, die den Spekulant*innen finanziell richtig wehtun.“
Barbara von Boroviczeny von der Initiative „MieterInnen Südwest“, die sich an der Radtour beteiligte, sagte: „Wir MieterInnen Südwest wünschen uns von der Bezirksverwaltung den Erhalt und Schutz bezahlbarer Wohnungen im Bezirk. Dazu gehörte mehr kreatives Engagement gegen rein gewinnorientierte Investoreninteressen und mehr Empathie für die nicht zu den Besserverdienenden gehörenden Einwohner von Steglitz Zehlendorf. Andere Bezirke machen das vor. Dazu könnte auch ein anderes Verhältnis zu den Bürgern und Hinhören auf deren Bedürfnisse (nicht nur, wenn es sich um Ablehnung von Unterkünften von Asylsuchenden oder den Bau von Sozialwohnungen handelt) beitragen.“
Mathias Gruner, Bezirksverordneter der Linksfraktion Steglitz-Zehlendorf, ergänzt:
„In der Waltraudstraße 45 stehen 62 der 72 Ein-Zimmer-Apartements leer, weil der Investor sich von einem Abriss und Neubau mehr Rendite verspricht. Das Schicksal der noch verbliebenen Mieter*innen wird beim Wettlauf der Profite zur Nebensache. Der Bezirk muss dem Vorhaben einen Riegel vorschieben und darf keine Genehmigung für Abriss oder Neubau erteilen.“







<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz