DIE LINKE fordert im Kampf gegen Corona Freigabe von Impfstoff-Lizenzen

06.04.21
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein, News 

 

Von DIE LINKE. Rendsburg-Eckernförde

Rendsburg. Seit dem Anfang der Corona-Pandemie sind im Kreisgebiet knapp 50, in Deutschland über 75.000 und weltweit fast 3 Millionen Menschen gestorben. Die Pandemie und ihre Mutationen breiten sich weiter aus. Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April erhebt DIE LINKE Kreisverband Rendsburg-Eckernförde schwere Vorwürfe gegen die Landes- sowie die Bundesregierung.

Bundestagswahl-Direktkandidat Hauke Schultz erklärt: „Es wurde versäumt, rechtzeitig die Produktion von ausreichend Impfstoff sicherzustellen. Mit einer Freigabe der Impfstofflizenzen - wie sie das Infektionsschutzgesetz explizit vorsieht - hätte man dafür gesorgt, dass alle Firmen, die Impfstoffe herstellen können, das auch dürfen. Dann müssten wir heute nicht den Mangel an Impfstoff von »eventim« für Summen verwalten lassen, die man lieber nicht aussprechen möchte!“.

Dies sei auch nötig, weil man eine Pandemie nur weltweit besiegen könne. Nur auf das eigene Land zu schauen sei kurzsichtig: „Wir sind erst sicher, wenn alle sicher sind”, sagt Anissa Heinrichs, Kreissprecherin des Kreisverbandes. “Derzeit ist aber noch nicht einmal genug Impfstoff für die reichen Industrieländer da. Das Versäumte muss nun dringend nachgeholt werden.”

Heinrichs weist auch auf die drohende Überforderung des Gesundheitssystems hin: „Viele Beschäftigte in den Krankenhäusern sind bereits jetzt völlig erschöpft. Und die Situation verschlimmert sich dann, wenn die neuen besonders aggressiven Varianten durchschlagen und immer mehr und auch jüngere Menschen auf Intensivstationen behandelt werden müssen.“

Auch die gesamte Gesellschaft und Wirtschaft sei von Corona an ihre Grenzen gebracht: „Die Einschränkungen in unserem Alltag machen zahlreiche Menschen krank und zerstören wirtschaftliche Existenzen. Gleichzeitig bittet der Herr Ministerpräsident die Bevölkerung, zu Ostern ihre Kontakte einzuschränken - da fragt man sich schon, wie Herr Günther seine Amtsführung als verantwortlicher Regierungschef versteht. Diese ,Bittstellerei‘ kann uns nach Ostern in den nächsten Shutdown führen“, so Sebastian Heck abschließend.







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