Wenn schräge Vögel Artgenossen füttern


Heike Pauline Grauf

21.11.12
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von Heike Pauline Grauf

Transhumanze vor Gericht

27. November 2012, Amtsgericht Würzburg, Ottostraße 5, 7:30 Uhr, Saal C032

Aktionskünstlerin und Tierrechtlerin Heike Pauline Grauf, die von der Lokalpresse die begehrte Auszeichnung „selbsternannt“ erhielt, steht mal wieder vor Gericht.

Nach jahrelangem einseitig wortgewaltigem Schlagabtausch mit der Stadt Würzburg und ihrem Ordnungsamt hat irgend jemand veranlaßt, die komplett abstruse Gaga- oder auch Ruru-Akte an das Amtsgericht weiterzuleiten.

Grauf wird vorgeworfen - den Löwen zum Fraß?
Nein, vorerst: ortstreue verwilderte (H)Austiere namens T-a-u-b-e-n als verwilderte Wiederholungstäterin mit kleinen Snacks gestärkt zu haben. War Doping im Spiel? Formiert Grauf im Untergrund ein Straßentauben-Heer zum Sturz des Vatikans?

Man darf auf die Verhandlung gespannt sein, die am 6. November im Würzburger Amtsgericht wohl mit Bedacht schon um 7:30 Uhr im Saal C032 stattfinden sollte, wo vermutlich kaum eine Sau gekommen wäre, sofern sie nicht zufällig davon erfahren hätte. „Soll“ heißt, daß Verhandlungen mit der Aktionskünstlerin gerne mal zwei Tage vor dem Prozeß überraschend vertagt werden. Was tatsächlich prompt geschah: Der Prozeß wurde „von Amts wegen“ verlegt, und zwar auf den 27. November, gleiche Uhrzeit, gleicher Ort.

Grauf wird jedenfalls eine Menge Beweisanträge stellen und als semischamanistisch aus der Menschheit ausgetretene „transhumane“ Unter- bis Übermenschin im Sinne Nietzsches bis Sloterdijks schon mal prophylaktisch Gleichstellung mit den Transsexuellen fordern, sofern man ihr die konkret vorgeworfene Tat überhaupt nachweisen kann.

Denn wenn ein Mann sich als Frau fühlt, und dies auch darf, obwohl er rein formal aussieht wie ein Mann, dann muß eine Taube, die aussieht wie ein Mensch, sich dabei aber nur im falschen Körper befindet, ebenfalls als solche respektiert werden. Wobei man jetzt gar nicht den Witz mit dem pfiffigen „Irren“ (political not correct!) heraufbeschwören muß, der eine Zahnbürste (wahlweise: Klobürste?) hinter sich herzieht, die eigentlich ein Hund ist – oder gar 10 Jahre Tierschutz im Grundgesetz! – sondern nur das glorreiche Zeitalter der Inklusion.

Vielleicht bringt Grauf auch noch ein gerupftes Diogenes-Huhn (Veggie-Modell) mit oder verhört die weiße Taube der Prophetin Gabi (Spezialität: Brotaufstriche. Denn: „Die Kunst geht nach Brot.“ Die Taube auch.). Man weiß es nicht. Es ist alles noch offen. Nur Gisela Schmidt, Gerichtsreporterin der Main Post, wird vermutlich mal wieder „Eine Ente für die Tauben“1) schreiben, wobei sie möglicherweise von Anfang an die Zeitung mit dem WC verwechselt hat.

1) www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Eine-Ente-fuer-dieTauben;art735,5954746

 


VON: HEIKE PAULINE GRAUF






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