Entschuldigung - ist hier noch frei?


Bildmontage: HF

25.10.09
BayernBayern, Bewegungen, TopNews 

 

Von Belinda Aumann

Platzverhältnisse sind geklärt - oder nicht?

Aschaffenburg platzt aus allen Nähten. Könnte man meinen wenn man in der Lage eines gemeinnützigen Vereins steckt oder seinen Freiraum als BewohnerIn dieser Stadt einfordern möchte um Platz für alternative Kultur zu schaffen (schlimmsten Falls mit politischen Informationsveranstaltungen). Aschaffenburg hat Platz ohne Ende. Diese Gedanken könnten Menschen haben die unteranderem den zehnten Discounter im Innenstadtbereich eröffnen möchten oder einfach für mehr oder weniger originelle aber auf jeden Fall kommerzielle Ideen Raum benötigen. Das ergibt: mehr Fläche für Konsum und weniger Fläche für Alternativen. Genau genommen gar keine Fläche.


Kultur nur gegen Cash?

Das ist natürlich nicht nett. Und zwar nicht nett für die jenigen die einfach keine Mittel haben  um ihr Kulturbedürfnis nur gegen Bares zu stillen. Das bedeutet es werden Menschen die sowieso gebrandmarkt sind, durch Hartz IV oder andere Schweinerein, noch mehr ausgeschlossen und zwar aus dem Aschaffenburger Kulturleben. Es ist aber auch nicht nett für solche die sich zwar wöchentliche Theater und / oder Konzertbesuche leisten könnten, aber sich einfach diesem Konsumzwang entziehen wollen und eben alternative Veranstaltungen wahrnehmen möchten.


Ja ist denn jetzt hier noch frei?

Wie bereits erwähnt gibt's ja hier ein Platzproblem für die, die kulturell und unkommerziell tätig sein möchten. Man könnte meinen sie suchen nicht richtig. Aber doch das tun sie. Und sie finden auch ab und zu geeignete Gebäude. Ja, Volltreffer - und der Haken? Bei privaten Anbietern sind es oft die hohen Mieten - für Kommerzielle ohne weiteres tragbar - für andere eben nicht. Bei städtischen Objekten ist es erst einmal die Schwierigkeit diese zu finden. Warum? Man fragt eben bei der Stadt an... Ja, das kann man tun. Die Antwort lautet, dass die Stadt Aschaffenburg keine Gebäude frei hat.

Die Detektivarbeit der Suchenden widerlegte das, und zwar nicht nur einmal. Also erneute Nachfrage und die ergab: hohe Investitionen in  Brandschutz, Lärmschutz, viele Klos, neue Fluchtwege, Parkplätze, Genehmigungen usw. und die Krönung günstiger als beim Makler ist es auch nicht. Aber es gibt sie diese tollen Gebäude im Besitz der Stadt. Und sie sind leer und zwar schon seit Jahren und sie werden es noch viele Jahre bleiben. Nur warum? Ist es wieder wirtschaftlicher die Häuser verrotten zu lassen statt sie zu nutzen? Oder will man keinen Platz für unkommerzielle alternative Projekte "opfern"? Das Warum bleibt in Aschaffenburg weiter unbeantwortet. Die Frage ist nur wie lange die Suchenden noch hinzuhalten sind?

 







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