Regierung scheitert beim Verfassungsauftrag gleichwertiger Lebensverhältnisse

08.05.19
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Von DIE LINKE. Bayern

Zur Berichterstattung über die gestern veröffentlichten Zahlen des Bayerischen Landesamt für Statistik, nach denen das durchschnittlich verfügbare Einkommen privater Haushalte in Bayern auf 24.963 Euro pro Kopf steigt, sagt Eva Bulling-Schröter, Landessprecherin der LINKEN Bayern: „Die Zahlen sind irreführend und verstellen die Sicht auf die Probleme in Bayern. Wer sich mit Durchschnittszahlen abfindet, ignoriert, dass dieses Einkommen natürlich nicht gleichmäßig verteilt ist. Zwischen den Landkreisen gibt es Unterschiede von bis zu 15.000 Euro. Es liegt auf der Hand, dass ein Kreis wie Starnberg mit einem verfügbaren Einkommen von im Schnitt knapp 35.000 das Durchschnittseinkommen in die Höhe treibt, während Menschen in Städten wie Augsburg nur wenig mehr als die Hälfte davon zur Verfügung steht. Der Berichterstattung sind diese Diskrepanzen leider nur Nebensätze wert!

Preistreiber wie die Mieten führen zu immer mehr sozialen Verwerfungen in ganz Bayern. Menschen mit niedrigeren Einkommen können sich das Leben in Städten und selbst in der Umgebung kaum noch leisten. Laut einer nach wie vor aktuellen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft von 2016 ist München die teuerste Region Deutschlands, aber auch andere Städte ziehen nach. Bayern ist nicht reich, aber es ist gut darin, sich so zu präsentieren.

Wir fordern die amtierenden Politiker*innen auf, ihrem Verfassungsauftrag der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Bayern nachzukommen! Wer will, dass sich die Spirale nach unten nicht immer weiterdreht, muss für ausreichend bezahlbare Wohnungen sorgen und die niedrigen Einkommen stärken. Über eine Erhöhung des Mindestlohns genauso wie über gute Renten.“







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