Landarztquote löst das eigentliche Problem nicht

07.11.19
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Von DIE LINKE. Bayern

Die Landessprecherin der LINKEN in Bayern, Eva Bulling-Schröter, sieht den Entwurf für das sogenannte Landarztgesetz kritisch: „Es ist absolut richtig, dass etwas gegen die sich stetig verschlechternde Situation der ärztlichen Versorgung auf dem Land getan werden muss. Allerdings kann es nicht die Lösung sein, junge Menschen mit dem Versprechen eines Studienplatzes zu einem Deal zu überreden. Ein Deal, der für Reiche mal wieder nicht bindend ist, weil sie sich ganz einfach aus dem Vertrag rauskaufen können. Stichwort Vertragsstrafe. Ich frage mich auch, ob bei Medizinerinnen und Medizinern die Zugangsbeschränkung über Noten überhaupt sinnvoll ist. Gerade in der Medizin sind Empathie und großes soziales Engagement notwendig. Das lässt sich sicher nicht nur an einem guten Notendurchschnitt festmachen.

Statt also ausschließlich mit einer, zumindest für die ärmere Mehrheit, verpflichtenden Entsendung die Lücke schließen zu wollen, müsste die medizinische Versorgung auf dem Land neu gedacht werden. Derzeit stehen viele kleine Krankenhäuser in der Fläche vor dem Aus. Eine sinnhafte Lösung wäre diese Krankenhäuser zu medizinischen Service-Centern umzubauen. Das würde die Praxen der niedergelassenen Ärzt*innen entlasten und die Qualität der medizinischen Versorgung steigern. Dort könnten Patient*innen dann kleine medizinische Behandlungen in Anspruch nehmen. So würde der Beruf des Landarztes auch für junge Menschen attraktiver und moderner werden.







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