Bayern, Land der Kurzarbeit: Leeres Konto bei den Mitarbeiter*innen - Volle Taschen bei den Aktionär*innen von BMW & Co.

22.06.20
BayernBayern, News 

 

Von DIE LINKE. Bayern

Eva Bulling-Schröter, Landessprecherin der LINKEN in Bayern, kommentiert die heute erschienen Zahlen des ifo-Instituts: „Laut der Analyse des ifo-Instituts sind 26 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Freistaat auf Kurzarbeit. Weiterhin bestätigt das Institut, was schon längst zu vermuten war. Besonders dort, wo die großen Automobilkonzerne Deutschlands ansässig sind, wurde kräftig auf Kurzarbeit gesetzt.
Das Geschrei zu Beginn der Krise war groß, alle müssten sich nun auf harte Zeiten einstellen, hieß es damals vonseiten der Unternehmen. Die Mitarbeiter*innen sind diesem Schmierentheater gefolgt.  Besonders trifft dies Zuliefererbetriebe. Sie schnallen seitdem den Gürtel enger, um ihren Arbeitsplatz irgendwie durch die Krise zu retten.
Zeitgleich wurden beispielsweise bei BMW großzügig Gewinne an die Aktionär*innen ausgeschüttet – bezahlt durch unsere Steuergelder, in Form der Staatshilfen. Das ist eine bodenlose Frechheit gegenüber den eigenen Mitarbeiter*innen und aller Steuerzahler*innen.

Zuvor hatten mehrere Verbände gefordert, dass BMW, Daimler, VW und Co. während der Corona-Krise auf Dividendenausschüttungen verzichten müssten, so lange sie Kurzarbeit anmelden. Die Forderung der Autobauer auf Staatshilfen war von vornherein unangemessen.

In der Krise hat sich erneut gezeigt: Soziale Verantwortung ist ein Fremdwort für die Automobilkonzerne in Bayern. Es geht einzig darum, die Aktionär*innen zufrieden zu stellen. Es braucht daher klare gesetzliche Regelungen, die Staatshilfen nur dann gewähren, wenn Dividendenausschüttungen währenddessen ausgesetzt werden.“







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