Ohne Schienen klappt’s nicht – LINKE Bayern fordert Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken

06.08.20
BayernBayern, News 

 

Von DIE LINKE. Bayern

Nicole Gohlke, Bundestagsabgeordnete: „Seit Jahren stecken Scheuer und Co deutlich mehr Geld in den Straßenbau als in den Aufbau einer nachhaltigen Schienen-Infrastruktur. Das halte ich für einen großen Fehler. Der emissionsarme Bahnverkehr spielt die entscheidende Rolle, wenn die sozial-ökologische Verkehrswende in Bayern gelingen soll. Die Bahn in Bayern braucht einen größeren Stellenwert. Sie muss wirklich flächendeckend und bezahlbar sein.“

Seit 1980 wurden laut der Deutschen Bahn insgesamt 1.435 Streckenkilometer in Bayern stillgelegt. Das geht aus einer Antwort des Deutschen Bundestags auf die Anfrage der Bundestagsabgeordneten Nicole Gohlke hervor. Das entspricht 24% der aktuell befahrenen Kilometer (6.033 km). Die neu in Betrieb genommenen Strecken (181 km) tragen nur 3% zum aktuellen Schienennetz bei. Gleichzeitig wurden seit 1990 510 km Autobahnstrecke eröffnet. Das heißt, es wurden 2,9 mal mehr Autobahnkilometer als Schienen gebaut. Die Investitionen in die Straße liegen seit 1995 immer konstant über denen in die Schiene und liegen insgesamt rund 7 Mrd. € über denen in die Schiene (22,5 Mrd. zu 15,7 Mrd. €).

Eva Bulling-Schröter, Landessprecherin: „Die Verkehrswende muss sozial und ökologisch gedacht werden. Nur so bleibt sie klimafreundlich und für alle bezahlbar. Ohne Schienen klappt das nicht.

Deshalb brauchen wir mehr Bahnstrecken und nicht weniger. Besonders bereits ausgebaute und bewährte Strecken müssen reaktiviert werden. Den Anwohner*innen im ländlichen Raum, aber auch den vielen Pendler*innen muss eine schnelle und zuverlässige Verbindung zur Verfügung gestellt werden. Mobilität darf zudem keine Frage der Rentabilität sein. Daher ist es eine Grundvoraussetzung, dass eine echte Verkehrswende nur durch die Rückführung des Bahnverkehrs in die öffentliche Hand möglich ist.“







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