Lebensmitteltafeln & Co

29.04.12
BremenBremen, News 

 

von Attac-Gruppe "Genug für alle"  Bremen

Über das Dilemma der organisierten Nächstenliebe

Der Arbeitskreis Kirche und Gesellschaft und die Attac-Gruppe "Genug für alle"  Bremen laden zur untenstehenden Veranstaltung herzlich ein und bitten um Weitergabe:

Vortrag und Diskussion mit Tafelforscher Prof. Dr. Stefan Selke
(HS Furtwangen University)

Samstag, 12.05.2012, 10.00 Uhr, inkl. einfaches, kostenloses Mittagessen,
Ende ca. 13.30 Uhr
Gemeindehaus St. Stephani, Stephanikirchhof 8, 28195 Bremen
Veranstalter: Arbeitskreis Kirche und Gesellschaft in der St.Michaelis - St. Stephanigemeinde, in Kooperation mit der Bremer Attac-Gruppe "Genug für alle"

Die Tafeln in Deutschland sprießen und gedeihen. Das ist schön für    deren Initiatoren, denn sie erweisen sich als nützlich. Die Frage ist nur, für wen. Sicher: Tafeln, Möbellager, Kleiderkammern oder  Initiativen für Obdachlose versorgen arme Menschen, denen es am Nötigsten fehlt. Doch diese gut gemeinten Angebote sind zugleich Symptome für eine gesellschaftliche Fehlentwicklung, welche dieöffentliche Daseinsvorsorge immer weiter privatisiert.

Die Folgen: Aus Anspruchsberechtigten werden Almosenempfänger, die vom      Wohl und Wehe anderer abhängig sind und sich immer weniger den    menschenunwürdigen Bedingungen und Situationen vor Ort entziehen    können. Für die herrschende Politik sind Tafeln und Co. jedoch willkommene Argumente, weiter an der Schraube des Sozialabbaus zu drehen. Auch die Wirtschaft profitiert, kann sie doch überschüssige    Produkte kostengünstig und publicityträchtig entsorgen. Das ist ein Dilemma für alle, die sich in den Tafeln und in anderen Bereichen engagieren: Sie helfen und sind zugleich Werkzeuge eines unsozialen Systems, das sie mit ihrer Arbeit stabilisieren und verfestigen.

Prof. Dr. Stefan Selke ist Tafelforscher und beleuchtet in seinem Vortrag die unterschiedlichsten Aspekte der Tafellandschaft in Deutschland. Gemeinsam mit den Teilnehmern will er diskutieren, was Kirche und Gesellschaft tun können, um aus diesem an den Tafeln besonders deutlich sichtbaren Dilemma herauszukommen. Welche Leitbilder und politischen Instrumente brauchen wir, um Armut und Abhängigkeit gar nicht erst entstehen zu lassen?
Wie ermöglichen wir allen Menschen eine gleichberechtigte, selbstbestimmte Teilhabe an der Gesellschaft, wie sie unser Grundgesetz ausdrücklich einfordert?





VON: ATTAC-GRUPPE "GENUG FÜR ALLE" BREMEN






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