Bio-Essen in KiTas scheitert an Stimme der Grünen

11.08.17
NiedersachsenNiedersachsen, News 

 

Von DIE LINKE. Lüneburg

 

Eine Stimme fehlte für Bio-Essen in KiTas

Ein seit längerem in der Lüneburger Kommunalpolitik diskutierter Antrag der Fraktion DIE LINKE. zur Einführung von Bio-Essen in Kindertagesstätten scheiterte gestern knapp mit 5 zu 4 Stimmen bei der Abstimmung im Jugendhilfeausschuss. DIE LINKE. kritisiert dabei vor allem das überraschend unterschiedliche Stimmverhalten der beiden Vertreter der Grünen im Ausschuss.

„Es ist schon mehr als ärgerlich, dass ein politischer Beschluss, nach dem die Kommune Essen in Bio-Qualität für Kindertagesstätten finanziert, ausgerechnet an der Gegenstimme eines der beiden Vertreter der Grünen scheitert. Von der SPD und der CDU wussten wir, dass sie dagegen stimmen, von den Grünen hätten wir uns geschlossen die Unterstützung gewünscht. Nur eine Stimme hat gefehlt und ab nächstem Jahr hätte die Verpflegung in den Lüneburger Kitas schrittweise auf Bio umgestellt werden müssen, mit finanzieller Unterstützung der Stadt“, berichtet die Linke Andrea Amri-Henkel vom Ergebnis der Sitzung des Jugendhilfeausschusses.

„Die Gegner des Antrages argumentierten überwiegend mit der Eigenverantwortung der KiTas, der Eltern und der Kinder für eine gesunde Verpflegung. Das ist absurd, wenn man bedenkt, dass das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit ein UN-Kinderrecht und somit öffentliche Aufgabe ist. Viele Eltern und auch KiTas wünschen sich höhere Qualität beim Essen, sind aber auf eine Finanzierung der Kommune angewiesen. Die hohen KiTa Beiträge in Lüneburg sind ohnehin eine sehr große Belastung.

Sogenannte Eigenverantwortung beim Essen bedeutet, dass bei steigender Qualität die Eltern auch fürs Essen mehr zahlen müssten. Wir wollten daher, dass die Stadt sowohl für die Qualität als auch für die Kosten des KiTa-Essens die Verantwortung übernimmt. Leider sind wir kurz vorm Ziel gescheitert. Wir bleiben aber weiter an dem Thema dran,“ so Andrea Amri-Henkel.

Einen Erfolg verzeichnet DIE LINKE. beim Antrag, das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung im KiTa-Trägerkonzept der Stadt zu verankern.

„Wir begrüßen es, dass die Verwaltung ihre anfangs skeptische Einstellung zu unserem Vorschlag überwunden hat und unser Antrag mit breiter Zustimmung übernommen wurde. Dies ist auch eine Wertschätzung der großartigen pädagogischen Arbeit, die Lüneburger KiTas im Bereich Nachhaltigkeit leisten“, so Andrea Amri-Henkel.







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