(Wohn-)Verhältnisse müssen sich grundlegend ändern!

25.06.20
NiedersachsenNiedersachsen, News 

 

Von Göttinger Linke

Edgar Schu, Ratsherr und Mitglied im Bauausschuss für die Göttinger Linke/ALG-Ratsgruppe begrüßt, dass nicht infizierte Bewohner*innen der Groner Landstraße 9/a/b des unter Quarantäne stehenden Wohnkomplexes diesen wieder verlassen dürfen, erklärt aber: "Es wird Zeit, dass sich die Stadt endlich nachhaltig um die Lage der Bewohner*innen kümmert und generell mehr bezahlbaren Wohnraum in Göttingen schafft, wie wir das schon seit Jahren einfordern. Negativ getesteten Personen hätte von Anbeginn der Quarantäne eine kostenfreie Unterbringung in einem Hotel angeboten werden müssen. Repressionen aufgrund von Aufenthaltsstatus, Drogenkonsum und Protesten gegen die Maßnahmen sind zu unterlassen, wie es das Göttinger Bündnis zur Unterstützung der Anwohnerschaft fordert."

Für den niedersächsischen Bundestagsabgeordneten der Fraktion DIE LINKE, Dr. Diether Dehm, sind die Göttinger Konflikte nur exemplarisch: "Auch wenn die Unterzeichnenden jegliche Bemühungen der Beteiligten um Deeskalation unterstützen: Sowohl die kommunalen Behörden, als auch die Anwohnerschaft sind vor einen Knoten geschoben, den sie ohne Bund und Land nicht lösen können. Einerseits verlangen Regierende und Medien für die Gesundheit mehr Distanz. Andererseits zeigen Wohnverhältnisse in Göttingen, Arbeitsverhältnisse bei Tönnies und die tagtägliche Frequenz in öffentlichen Verkehrsmitteln, dass Abstand dort nicht einzuhalten ist, wo ungehemmte Renditeerwartungen regieren, die nicht von sozialstaatlichen Gesetzen eingehegt wurden. DIE LINKE wirbt darum konsequent für Gesundheit durch Gemein-Wohl und -Eigentum!"







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