Türkische Militärinvasion in Rojava: Aktuelle Lage, internationale Verantwortung und Verweigerung der Selbstbestimmung

25.11.19
BremenBremen, News 

 

Samstag, 30. November 2019, 19:00 Uhr
Tivoli-Saal DGB Haus, Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen

Redner*innen
Dr. Mechthild Exo, Friedensforscherin, Hochschule Emden/Leer
Dr. Rolf Gössner, Rechtsanwalt/Publizist, Internationale Liga für Menschenrechte
Cansu Özdemir, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, Die Linke

Moderation: Dr. Ulrike Flader, Sozial- und Kulturwissenschaftlerin, Uni Bremen

Ermöglicht durch den Truppenabzug der US-Soldaten, gab am 06.10.2019 der türkische Präsident Erdogan den Befehl zur Militärinvasion in das kurdisch dominierte und multiethnisch selbstverwaltete Rojava. Bis zu diesem Zeitpunkt kämpften die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) mit internationaler Unterstützung gegen den „Islamischen Staat“ (IS), befreiten die Region und errichteten ein de facto autonomes Selbstverwaltungsgebiet in Nord-Ostsyrien. Die völkerrechtswidrige Invasion der Türkei hat nicht nur zu einer humanitären Katastrophe geführt, sondern birgt auch politisch enorme
Konsequenzen für die gesamte Region.
Während die internationale Politik versucht sich ihrer Mitverantwortung zu entziehen, stehen in der öffentlichen Debatte in Deutschland nur die potenziellen Folgen für Europa, die Gefährdung des „Flüchtlingsdeals“ mit der Türkei oder das Wiedererstarken des IS im Vordergrund. Unbeachtet bleibt dabei besonders, wie zentral dieser Angriff mit den unerfüllten Forderungen von Kurd*innen nach Anerkennung und Selbstbestimmung zusammenhängt.
In dieser Podiumsdiskussion möchten wir sowohl über die schwerwiegenden Folgen des Angriffs für Rojava und die Region als auch über die Rolle und Verantwortung internationaler Kräfte diskutieren.

Die Veranstaltung wird organisiert in Kooperation mit der GEW Bremen, RLS Bremen und dem Bündnis Bremen für Rojava.








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