Wagen- und Freiraumdemo am 15.12.2019

16.12.19
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Von Initiative Oelhafen

Sonntag, den 15.12.2019 haben wir gemeinsam mit Freund*innen, Unterstützer*innen und Interessierten eine bunte Demonstration durch Bremen gemacht. Angefangen am Doventor ging es durch die Martinistraße mit einem Abstecher auf die Wilhelm-Kaisen-Brücke am Wall entlang bis zur Sielwall-Kreuzung. Es sind neben 300Menschen, der Samba-Gruppe „Rhythms of Resistance“ unseren Freund*innen von Bremen für Rojava, 12 Laster mitgefahren.

Was in den letzten Monaten beim Oelhafen passiert ist

Seit dem 22.12.2018 stehen wir nun auf dem Gelände am Hagenweg in Walle. Am 14.11.2019 ging es im Beirat Walle erneut um den Oelhafen. Nachdem es aus der Zuhörer*innenschaft sowohl Kritik als auch Zuspruch gab, fasste der Beirat einen Beschluss, indem einer Zwischennutzung unsererseits auf der Fläche am Hagenweg zugestimmt wurde. Diese ist vorerst auf einen Zeitraum bis zum Frühjahr 2020 beschränkt. Eine langfristige Nutzung der Fläche wurde vom Beirat nicht ausgeschlossen und Tom Lecke-Lopatta von SKUMS (Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau) betonte, dass sich der Senat nach der Entscheidung des Beirates richten würde. In der bewilligten Zeit bis zum Frühjahr 2020 sollen nun verstärkt Gespräche zwischen Vertreter*innen von SKUMS, dem Beirat und uns stattfinden, so ist in absehbarer Zeit ein Runder Tisch mit allen Parteien geplatn.

Am 6.12.2019 fand ein seit langem anberaumtes Treffen mit Maike Schaefer statt, hierbei war die Resonanz ebenfalls sehr positiv. Der Wille, eine Flächenumschreibung am Hagenweg durchzuführen scheint da zu sein. Dies würde eine dauerhafte Lösung für uns als Wagenplatz am Hagenweg bedeuten. Nun gilt es, dies zu prüfen und Taten folgen zu lassen.

Warum wir diese Demo machen

Bei dieser Demo geht es uns um das Sichtbarmachen von linken Freiräumen, in denen u.a. versucht wird, möglichst basisdemokratisch, gemeinschaftlich, selbstbestimmt und anti-diskriminierend zu handeln. Leider haben diese es nicht nur in Bremen häufig schwer und werden von wirtschaftlich potenteren Spieler*innen verdrängt, oder vom Staat als Gefahr wahrgenommen. Wir finden es wichtig, dass diese Räume bestehen bleiben und mehr werden, um der von Wettkampf geprägten Leistungsgesellschaft etwas entgegenzusetzen. Deshalb führt unsere Demo auch durch das Viertel, das Bremer Paradebeispiel für Gentrifizierung. Besonders hier wollen wir laut und sichtbar sein.

Außerdem möchten wir all diese schönen Orte feiern, und nicht zuletzt die Tatsache, dass wir nun seit fast einem Jahr am Hagenweg sind.

Auch wenn unsere Aussichten heute gut sind, gehen wir auf die Straße, weil wir zeigen wollen: Wir sind nach einem langen Weg noch da und wir haben immer noch keine feste und langfristige Lösung. Wir lassen uns weiterhin nicht kleinkriegen und werden Teil dieser Stadt bleiben.







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