Erfolgreiche und informative Veranstaltung zur aktuellen Situation in den befreiten kurdischen Gebieten Syriens – ROJAVAS mit dem Schwerpunkt der Rolle der Frauen

05.11.15
NiedersachsenNiedersachsen, News 

 

Von Göttinger Linke

Meike Nack von der Stiftung der freien Frauen in Rojava (kurdisch: Weqfa Jinen Azadi li Kurdistan) hielt einen Vortrag im Holbornschen Haus über den Aufbau einer demokratischen Gesellschaft und die Organisierung und Bildung von Frauen in Rojava. Veranstalter waren die YXK Göttingen (Kurdischer Studierendenverband Göttingen) und die Ratsfraktionen der PIRATEN und der GöLINKE.

Im syrischen Bürgerkrieg habe sich in den überwiegend kurdisch besiedelten Gebieten Nordsyriens ein Machtvakuum gebildet, wodurch es der Bevölkerung möglich wurde, sich selbst in demokratischer Weise zu verwalten. Durch die Angriffe des IS, die im letzten Jahr an Intensität zunahmen, gelangte das Thema Rojava verstärkt auch in die deutsche Öffentlichkeit.

Die Referentin ging auf die Entwicklung Rojavas nach dem Beginn des syrischen Bürgerkriegs und die Verhältnisse zu den angrenzenden Staaten und den anderen Konfliktparteien in Syrien ein. Die Stadt Qamishlo, in der die Stiftung ihren Sitz habe, wurde porträtiert und die Arbeit der Stiftung vorgestellt.

Die Rolle der Frau in Rojava habe sich in den letzten Jahren und insbesondere seit der Revolution 2012 massiv geändert: Bestand das Leben der Frauen in der islamisch-konservativen und patriarchalen Gesellschaft im Führen des Haushalts während das öffentliche Leben den Männern vorbehalten gewesen sei, werde nun eine Teilhabe von Frauen in allen Lebensbereichen angestrebt. Die WJAR Stiftung analysiert die Lage der Frauen in Rojava, um die Bedürfnisse der Frauen festzustellen. So sei festgestellt worden, dass die Frauen als größte Probleme Analphabetismus und die hohe Zahl von Zwangsverheiratungen sähen. Die Stiftung betreibe Vorschulen, in denen demokratische vermittelt würden, und Frauenzentren, um den Frauen einen Platz im gesellschaftlichen Leben geben zu können. Es würden Alphabetisierungskurse und andere Bildungsveranstaltungen für Frauen ermöglicht und die Bildung von Frauenkooperativen unterstützt, um Frauen wirtschaftliche Selbstständigkeit zu geben.

Parallel zum Vortrag gab es im Nebenraum eine Ausstellung mit Eindrücken aus dem Leben von Frauen in Rojava und der Stadt Qamishlo.

Vorankündigung: Am 18. November findet ab 18.00 Uhr im Ratssaal der Stadt Göttingen eine Veranstaltung zur Anbahnung einer Städtepartnerschaft / -kooperation zwischen Göttingen und einer Stadt in Rojava statt. Weitere Informationen erfolgen in Kürze.







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