Moorbrand bei Meppen: Verantwortlichen der Bundeswehr müssen für Umweltverbrechen zur Rechenschaft gezogen werden

10.10.18
NiedersachsenNiedersachsen, Umwelt, News 

 

Lorenz Gösta Beutin, Klimapolitker der Linken im Bundestag und Landessprecher der Linken in Schleswig-Holstein erklärt zum Moorbrand bei Meppen:

"Wir sind froh, dass der Riesenbrand endlich gelöscht werden konnte. Die Umweltkatastrophe zeigt, dass Kriegsübungen auch ein hohes Risiko für Natur und Klima sind. Was es jetzt braucht ist eine lückenlose Aufklärung über die Umstände zur Brandursache, der mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen und langsame Brandbekämpfung zu Beginn, und warum es Raketentests in einem der heißesten Sommer in der Geschichte Deutschlands geben konnte.

Der Schaden für Natur und Umwelt, insbesondere für das Klima, durch die Fahrlässigkeit der Bundeswehr ist erschreckend hoch. Nicht nur wurden Klimagase im Ausmaß des Jahresausstoßes einer Stadtbevölkerung wie Heidelberg in die Luft gepustet oder mehr. Auch wurde viel Torf zerstört, ein hochwirksamer CO2-Speicher, der mehr Klimagase aus der Atmosphäre entzieht als dieselbe Fläche Amazonasregenwald.

Die Linke. fordert ein Ende von Schießübungen und Raketentests in ökologisch bedeutsamen Gebiete wie Torfgebieten. Auch darf es künftig keine Waffentests in Trockenperioden geben. Es braucht eine Verschärfung der Brandschutzvorkehrungen auf Truppenübungsplätzen. Die Verantwortlichen der Bundeswehr müssen für das Umweltverbrechen von Meppen juristisch zur Rechenschaft gezogen werden."







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