Scharfe Kritik an Semesterticket-Kosten in Baden-Württemberg

23.05.13
Baden-WürttembergBaden-Württemberg, Soziales, Kultur 

 

Die Linke.SDS Baden-Württemberg hat in einem Landesvergleich die Preisgestaltung der Semestertickets in den Universitätsstädten auf den Prüfstand gestellt. Berücksichtigt wurde dabei insbesondere der Subventionsbeitrag, den alle Studierenden mit ihrer Immatrikulation zu zahlen haben – unabhängig davon, ob sie sich das Studi-Ticket tatsächlich kaufen.

Scharfe Kritik übt der linke Studierendenverband vor allem an der Preisentwicklung. Ein verbundweites Semesterticket für insgesamt unter 100€ ist nur noch in Tübingen für 89€ und in Freiburg/Breisgau für 98€ erhältlich. Für ein Studi-Ticket, das stadtweit gültig ist, zahlen Studierende der Universität Konstanz mittlerweile alles in allem 70€. Am teuersten ist das Semesterticket in Stuttgart, Heidelberg und Mannheim. In der Landeshauptstadt kostet das Studi-Ticket letztendlich 231€, in Heidelberg 163,50€ und in Mannheim 158,50€.

„Die Preise wurden in den letzten zehn Jahren drastisch erhöht. Mängel gibt es jedoch ebenso bei der Handhabung mit dem Subventionsbeitrag, den alle zahlen. Während es meist Vergünstigungen auch für diejenigen gibt, die sich kein Semesterticket kaufen, bilden zwei Universitätsstädte im Ländle die Ausnahme. Pro Semester zahlen alle Studierenden in Mannheim 17,50€ und in Tübingen 22,50€ an ihren Verkehrsverbund. Wer dort kein Studi-Ticket kauft, hat das Nachsehen“, kritisiert Julien Ferrat, Mitglied im LandessprecherInnenrat.

Unverhältnismäßig teuer ist zudem mit gegenwärtig 40,80€ der Subventionsbeitrag in Stuttgart. Dass günstigere Konditionen möglich sind, ist an den Karlsruher und Heidelberger Hochschulen zu beobachten. In Karlsruhe zahlen die jeweiligen Studierenden 17,50€ an Subventionsbeitrag und dürfen dafür täglich ab 18:00 Uhr unentgeltlich im Verkehrsverbund fahren. In Heidelberg kann man für 22,50€ von montags bis freitags ab 19:00 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen im Stadtgebiet Bus und Bahn nutzen.

„Ein Grund für die schlechten Konditionen in Baden-Württemberg war die erzwungene Handlungsunfähigkeit der Studierenden. Seit dem Ende der Verfassten Studentenschaft war es unmöglich mit den Verkehrsunternehmen in echte Semesterticket-Verhandlungen zu treten. Wenn sich in den nun entstehenden Verfassten Studierendenschaften viele Studierende einbringen, ist es möglich deutliche Verbesserungen zu erzielen. Dies wird eine der kommenden Auseinandersetzungen sein“, betont Alexander Hummel vom Bundesvorstand.


VON: DIE LINKE.SDS BADEN-WÜRTTEMBERG






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