Linke KV Kreis Offenbach verurteilt häusliche Gewalt und gratuliert Offenbacher Beratungsstelle zum 20 jährigen Bestehen

13.09.10
HessenHessen, Feminismus, News 

 

Dietzenbach, den  13. September 2010, 21 Uhr. Über „Häusliche Gewalt und präventive Maßnahmen“ referierte am Montag, 13. September, Marianne Wurm, Frauenbeauftragte des KV Kreis Offenbach. Marianne Wurm nahm das 20 jährige Bestehen der Beratungsstelle des Vereins ‚Frauen helfen Frauen’ in Offenbach zum Anlass, um daran zu erinnern, dass jede dritte Frau bereits einmal Gewalt erlitten hat. Die Fälle häuslicher Gewalt sollen laut hessischer Statistik sogar bei sage und schreibe 90 Prozent liegen. In den meisten Fällen sind die Täter Männer, die Opfer Frauen.

„Häusliche Gewalt findet im Verborgenen, hinter verschlossenen Türen statt. Es gibt eine enge emotionale Bindung zwischen Täter und Opfer, und in der Regel ein großes Machtgefälle.“ Marianne Wurm verdeutlichte, dass körperliche, sexuelle und psychische Gewaltausübung als Formen der häuslichen Gewalt in den meisten Fällen nicht aufgedeckt werden können. „Die Opfer müssen entweder selber den ersten Schritt machen, - sofern sie dazu in der Lage sind -, und zum Beispiel Anzeige erstatten, oder aber Schutz in einem Frauenhaus suchen. In den meisten Fällen jedoch entdecken dritte Unbeteiligte wie Ärzte Spuren der Misshandlungen.“

„Das Gewaltschutzgesetz hat erhebliche Lücken, und auch die Schweigepflicht der Mediziner ist in Fällen häuslicher Gewalt nicht immer hilfreich. Hier muss nachgebessert werden, um die Rechte der Betroffenen besser und zielgerichteter zu schützen“, fordert Marianne Wurm.

Redaktion: Natascha Bingenheimer







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