Fraktion Bürger für Dreieich fordert Nachbesserung bei Teilen der Fahrradstraße: die Einrichtung einer Anwohnerstraße

27.01.19
HessenHessen, News 

 

Von Bürger für Dreieich

„Mit dem Projekt ‘Fahrradstraße’ hat die Stadt Dreieich hessenweit ein Projekt angestoßen, das Pilotcharakter hat. Nach Fertigstellung der zentralen Bauabschnitte wird die Straße nun über alle Bereiche hinweg von Radlern rege genutzt.“ Dies stellt Natascha Bingenheimer, Fraktionsvorstizende Bürger für Dreieich, fest.

„Dennoch gibt es von den Radlern Klagen, weil das Verhalten der PKW-Fahrer weiterhin in großen Teilen zu wünschen übrig lässt. Die Geschwindigkeitsbegrenzung wird regelmäßig ignoriert, es wird mit viel zu geringem Abstand überholt und nach wie vor oft gedrängelt, Radler werden gefährdet, hier auch z.Bsp. nebeneinander her fahrende Kinder. Autofahrer achten beim Aussteigen nicht auf die Pedalisten beim Öffnen ihrer PKW-Tür.“

„Es gibt unserer Auffassung nach Nachbesserungsbedarf, der allein durch - zu diskutierende - verkehrserzieherische Maßnahmen nicht abgedeckt werden kann. Nicht umsonst ist bei der Einrichtung von Fahrradstraßen die Anwohnerstraße als Standard anzusehen, der auch in Dreieich umgesetzt werden sollte.“

„Wir schlagen vor, die Ernst-Ludwig Allee und die Liebknechtstraße bis hin zur Auestraße als Anwohnerstraße auszuweisen, um die Streckenabschnitte von überflüssigem, nicht direkt ortsansässigen Individualverkehr zu entlasten.“

1. Bereich Ernst-Ludwig-Allee

„Im Bereich der Ernst-Ludwig-Allee ist dauerhaft ein erhöhtes anwohnerfremdes Verkehrsaufkommen zu registrieren, das durch die S-Bahn-Station in Buchschlag (und auch den nahe gelegenen Flughafen) bedingt ist und Radfahrer (sowie Anwohner) insbesondere in den Stoßzeiten morgens und abends mit einem verdichtetem Fahrzeuggeschehen konfrontiert. S-Bahn-Pendler suchen nach Parkplätzen und nutzen die Ernst-Ludwig-Allee permanent als alternativen Schleichweg, obwohl es einen Parkplatz und eine Busanbindung für die Bahnstation gibt. Die Mehrzahl der PKWs ist zu schnell unterwegs.“

2. Bereich Liebknechtstraße

„Diese Straße ist bekannt als Schleichweg und wird als Alternative zur Eisenbahnstraße rege genutzt. Das hohe Verkehrsaufkommen in den Hauptverkehrszeiten ist durch die Anwohner in keiner Weise plausibel erklärbar. Auch hier sind die PKWs in der Regel immer viel zu schnell unterwegs.“

„Wir glauben: Die Förderung des Radverkehrs muss vor dem Hintergrund der immer weiter ansteigenden PKW-Dichte ein besonderes Anliegen der Kommunalpolitik auch in Dreieich sein und einen prioritären Stauts erhalten. Eine Anliegerstraße könnte die Verkehrsdichte verringern und damit die Sicherheit der Radfahrer sehr erhöhen.“

„Jede Straßenneuplanung wird sich in Zukunft daran messen lassen müssen, ob die Vertreter der Politik es ernst meinen mit der so genannten ‘Verkehrswende’. Das gilt übrigens auch für die grundhafte Sanierung der August-Bebelstraße in Sprendlingen. Wir erwarten, dass die nicht automobile Fortbewegung, die Rückerorberung des öffentlichen Raumes, bei den Verantwortlichen als Zukunftsthema endlich angekommen ist.“ 

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Hinweis: Der Antrag der Fraktion Bürger für Dreieich wird am 30. Januar 2019 in der 17. Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie öffentlich verhandelt und ist im Ratsinformationssystem der Stadt Dreieich einsehbar unter:


https://dreieich.more-rubin1.de/sitzungen_top.php?sid=2019-STADTENT-142&suchbegriffe=&select_koerperschaft=&select_gremium=&datum_von=2011-04-01&datum_bis=2019-12-12&entry=20&sort=&kriterium=si







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