Dreieichbahn: Linke kritisiert Wegfall der Haltestelle Neu Isenburg aufs Schärfste

20.07.16
HessenHessen, News 

 

Von DIE LINKE. Dreieich

"Seit Beginn dieser Woche fährt die Dreieichbahn wieder durchgängig von Dieburg bis nach Frankfurt, und dies sogar im Stundentakt. Das könnte eigentlich eine gute Nachricht sein. Die Betreiber haben aber ganz offensichtlich ein As aus dem Ärmel gezogen, das die Berufspendler verärgert und das so nicht kommuniziert wurde." Das bemerkt Natascha Bingenheimer, DIE LINKE. Dreieich und Stadtverordnete in Dreieich.

"Die stündlich verkehrenden durchgehenden Verbindungen nach Frankfurt halten erstaunlicherweise nicht mehr in Neu Isenburg, das heißt die Haltestelle ist komplett entfallen. Die Züge sind jetzt im Gegensatz zu früher als 'SE' definiert, als 'Stadtexpress'. Die kürzer fahrenden Züge zwischen Buchschlag und Dieburg firmieren weiter als Regionalbahn und halten überall."

"Mit dem weggefallenen Zwischenhalt in Neu Isenburg tut sich insbesondere den Pendlern ein neues Ärgernis auf. Es sieht so aus, als werde die Station als Haltepunkt in Neu Isenburg damit komplett dicht gemacht, nachdem das Bahnhofsgebäude bereits an einen Privatmann verkauft wurde und die Autozüge mit dem Ende des Sommerfahrplans ebenfalls eingestellt werden."

"RMV und KVG ziehen alle Register, um die Kunden zu verärgern und den Service zu verschlechtern. DIE LINKE. Dreieich fordert die Betreiber auf, Neu Isenburg wieder als Haltestelle anzufahren. Es macht eben keinen Sinn, auf der einen Seite ein Angebot zu erweitern, und auf der anderen Seite Haltestellen zu streichen."

"Diese Überraschung ist nur ein kleiner Baustein in einer langen Kette von unentschuldbaren Unzulänglichkeiten. Die Bahn fährt nach wie vor extrem unpünktlich, die Abstände zwischen Ausstieg und Bahnsteig sind so groß, dass sie ein Behinderter kaum überwinden kann, und die Umsteigezeiten in Buchschlag wurden nicht optimiert, sondern verschlechtert, Stichwort 'Turnschuhanschluss'. Der Wegfall der Haltestelle in Neu Isenburg hat nun zur Folge, dass die Stadt zukünftig keinen Schnellbahnhaltepunkt außer der S-Bahn mehr hat. Alle Pendler müssen also zukünftig die S-Bahn nutzen, obwohl die Dreieichbahn eine tolle Alternative war, um zum Beispiel zügig auf die Arbeit zu gelangen", bestätigen Tino Schumann, Stadtverordneter, und Henry Schmidt, Ortsverbandsvorsitzender der Dreieicher Linken.

"Die Politik hat sich ja bereits für die Dreieichbahn eingesetzt, sowohl in den Städten- dazu gehört auch die Dreieicher Resolution - als auch im Kreis. Vor diesem Hintergrund ist das Manöver von RMV und KVG völlig unverständlich, denn es zeugt von einer unglaublichen Ignoranz der Betreiber auch gegenüber der Politik. Wer die Verkehrswende voranbringen will, muss einfach mehr tun."







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