„Neue Mitte“ Dreieich-Sprendlingen

06.05.13
HessenHessen, News 

 

Einer weiteren Merkantilisierung des Innenstadtareals ist Einhalt zu gebieten

Im Vorfeld der morgigen Dreieicher Stadtverordnetenversammlung nimmt die Linke nochmals Stellung zur neuen Stadtmitte Sprendlingen

„Die Linke hat von Anbeginn kritisiert, dass das städtebauliche Konzept für die Neugestaltung der Sprendlinger Innenstadt im Bereich der Hauptstr. 22 bis 35 besser durchdacht werden muss“, sagt Natascha Bingenheimer, Dreieicher Stadtverordnete und Landtagsdirektkandidatin für die Linke. “Die Entscheider bei der Stadt präferieren eindeutig die vom Planungsbüro vorgeschlagene Variante B, die einen großen Supermarkt vorsieht. Die morgen in der Stadtverordnetenversammlung zu behandelnde Aufstellung eines Bebauungsplanes trifft nun zentrale VORENTSCHEIDUNGEN zugunsten eines großflächigen Einzelhandelsbetriebs. Um andere und weitere Interesse zu wahren, wird unter anderem davon ausgegangen, dass in der Etage über dem Supermarkt Seniorenwohnungen entstehen könnten.

Welche Senioren möchten aber im An- und Abfahrtslärm und Abgasen von PKWs wohnen und was passiert mit den Grünflächen zur Hengstbach hin?

Einer weiteren Merkantilisierung des Innenstadtareals ist Einhalt zu gebieten. Es geht nicht darum, ständig neue Supermärkte aufzumachen, um Geld in die Kassen der Stadt zu spülen, sondern es geht darum, den mit dem demografischen Wandel verbundenen Anforderungen ernsthaft gerecht zu werden. Wir brauchen zum Beispiel bezahlbare Seniorenwohnungen mit Betreuungsoption.

Die Linke plädiert nach wie vor für die Variante eines Quartiersplatzes, die eine ganz andersartige Neuordnung der Situation erlaubte. Die Fortsetzung der offenen Straßenrandbebauung entlang der Hauptstraße, Erhalt und Sanierung der historischen Gebäude oder moderat angepasste Neubauten sind eine charmante Lösung, in der Wohnbebauung und Kleingeschäfte gut miteinander harmonieren könnten.

Die Linke sagt ganz klar, dass wir in der Innenstadt weitere Optionen für betreutes Wohnen, Ärzteansiedlung und bezahlbare Lebensraum für die Menschen benötigen. Der große Supermarkt, der mindestens 1500 Quadratmeter haben soll, verschandelt die Innenstadt architektonisch und ist überflüssig, da einige Schritte weiter bereits ein anderer, gerade generalüberholter Supermarkt existiert. Wollen die Bürger das überhaupt alles? Was ist aus dem Versprechen geworden, die Bürger ernsthaft mit einzubeziehen?

Übrigens geht auch die Kritik der FWG an der Sache vorbei, die argumentiert, dass die Hauptstraße den Verkehr nicht verkraften würde, der durch die Neuansiedlung entsteht. Die IG Fünfhäusergasse weist aber zu Recht darauf hin, dass die Planungen der Stadt viel zu wenig Rücksicht auf die Interessen der Bürger und auf den Naturschutz nehmen.“

Für weitere Nachfragen:
Natascha Bingenheimer
bingenheimer@web.de
0176/51737154
Ab 19 Uhr unter
06103/4874241








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