Projektfortgang "Neue Mitte" in Sprendlingen ist besorgniserregend: Absprung von REWE und Bauverzögerungen sind erklärungsbedürftig

09.07.19
HessenHessen, News 

 

Von Bürger für Dreieich

"Der geplante REWE-Supermarkt in der Neuen Mitte scheint nicht zu kommen. Das hat die das Projekt ausführende Schoofs Immobilien GmbH nun wohl auf einem mehr oder weniger 'internen' Kommunikationskanal mitgeteilt. Dass sogar Bürgermeister Burlon über die Entwicklung verwundert ist, lässt tief blicken. Die Bürger und auch die Stadtverordneten - die die Entwicklung aus der Zeitung erfahren haben - dürften ebenfalls sehr überrascht sein, zumal Schoofs Immobilien immer wieder versichert hat, dass REWE kommen werde." Dies kommentieren Natascha Bingenheimer, Fraktionsvorsitzende Bürger für Dreieich in der Dreieicher Stadtverordnetenversammlung, und Tino Schumann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

"Die Kommunikationsstrategie des Betreibers ist als mangelhaft zu bezeichnen. Angesichts der Größe des Projektes, dessen Bedeutung für die Zukunft der Sprendlinger Innenstadt, ist diese Art des Agierens völlig unverständlich. So schafft man kein Vertrauen in eine Bauplanung. Mehr noch: Auf dem dem beblanten Gebiet scheint sich überhaupt sehr wenig zu tun - die zügige Umsetzung eines Projektes sieht eben ganz anders aus."

"Die gewünschte gute Nahversorgung ist nicht umsonst dauerhaft Thema in Sprendlingens Mitte. Nachdem der REWE an der Ecke Fichtestr./Frankfurterstr. geschlossen hatte, hat ein Tegut das Ladenlokal bezogen, der aber aufgrund der hohen Preisstruktur keinen Ersatz für den REWE darstellt. So freut sich der gegenüber dem Rathaus gelegene Penny inzwischen über noch mehr Zuspruch."

"Insbesondere vor dem Hintergrund des Neubaugebietes Heckenborn und dem Zuzug weiterer Menschen in die Stadt hat die Auswahl des Supermarktbetreibers in der Neuen Mitte eine große Bedeutung. Ein weiterer Bio-Supermarkt bringt uns hier leider überhaupt nicht weiter, da Tegut und auch der große Biomarkt in der Fichtestraße dieses Sortiment bereits mehr als gut abdecken."

"Die Ankündigungen auf der Webseite von Schoofs Immobilien stimmen bis dato ebenfalls nicht mit dem aktuellen Geschehen überein. Dort ist von einer 'Ansiedlung eines Bio- und eines Drogeriemarktes sowie einiger kleiner Shops und einer Bank in Verbindung mit der Schaffung von zusätzlicher innerstädtischer Wohnfläche' die Rede. Der bisher vorgesehene REWE war aber nie ein Biomarkt, und ein Biomarkt wird an dieser Stelle auch gar nicht benötigt."

"Schoofs Immobilien ist angehalten alles dafür zu tun, dass das Projekt nicht aus dem Ruder läuft, da dies die ohnehin geringe Akzeptanz der Planung in der Bevölkerung und bei den Anwohnern gewiss nicht erhöhen wird. Vor allen Dingen sollte das Unternehmen seine Kommunikationsstrategie gegenüber der Öffentlichkeit dringend und grundlegend überdenken."







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz