Erinnerung! Protest vor der GAG

17.06.14
KölnKöln, Soziales, NRW 

 

von Initiative Recht auf Stadt

Hallo zusammen!

Die Josef-Lammerting-Allee erreicht Ihr am besten mit der Linie 12 der S-Bahn Richtung Düren, Haltestelle Technologiepark/Müngersdorf. Von dort aus sind es ca 100 m Richtung Müngersdorf

Nicht bestellt wird nicht bezahlt Protest vor der Hauptversammlung der GAG 18.6.2014, 9.00 Uhr Konferenzzentrum Technologiepark Köln, Josef-Lammerting-Allee 17-19 Die GAG möchte in ihren Wohnungen am Höninger Weg und am Zollstockgürtel umfangreiche Renovierungen vornehmen, die in der Summe zu einem deutlichen Anstieg der Mieten um 20 - 60% auf bis zu 10 Euro/m2 führen.

Viele der bisherigen Mieterinnen und Mieter werden sich die Wohnung nach der Renovierung nicht mehr leisten können. Die GAG plant u.a. neue Fenster einzubauen, obwohl die 1998 eingebauten Fenster noch voll funktionsfähig sind. Zudem sollen die Bäder komplett umgebaut werden. Viele Mieterinnen und Mieter wollen diese Maßnahmen nicht und betrachten sie als Luxussanierung.

Die Wohnungsgesellschaft hat vorher nicht gefragt, was die MieterInnen für sinnvoll erachten, sondern über ihre Köpfe hinweg entschieden. Warum müssen MieterInnen hinnehmen, dass ihre Wohnungen gegen ihren Willen „aufgewertet“ werden? Eigentlich gilt bei Geschäften „nicht bestellt wird nicht bezahlt“ … Die GAG ist eine an der Börse gehandelte Aktiengesellschaft, befindet sich aber mehrheitlich im Besitz der Stadt Köln. Sie soll laut Satzung Wohnungen bauen und verwalten, um bezahlbaren Wohnraum für die Bevölkerung zur Verfügung zu stellen.

Laut Aufsichtsratschef Jochen Ott (SPD) geht es aber der GAG „wie Daimler-Benz“, d.h., Aktienkurse und Dividende müssen stimmen. Die für den 20. Juni geplante Ausschüttung der Dividende an die Aktienbesitzer und die hohen Bezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates – 2012 wurden über 1,5 Millionen Euro an aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder gezahlt – sind Beweise dafür, dass die GAG zu hohe Mieten kassiert und zu wenige günstige Wohnungen baut.

Die GAG verhält sich im Fall Zollstock wie ein x-beliebiger privater Vermieter. Lange wird wenig investiert, aber fleißig Miete kassiert. Doch Zollstock ist ein interessantes Viertel mit steigenden Mieten, also findet man Gründe, um sanieren und damit die Mieten anheben zu können. Die folgende Verdrängung vieler MieterInnen ist kein unerwünschter Nebeneffekt, sondern Ziel dieser Operation, denn bei Neuvermietung kann man die Mieten noch höher schrauben.

Der Kölner Stadtanzeiger bezeichnete am 2.6.2014 die vorliegende Bilanz der GAG als „Witz“. Sie agiere, „als sei Wohnraum kein Problem“ und ignoriere die Notwendigkeit des Baus bezahlbarer Wohnungen in großer Zahl. Die GAG verhält sich weitgehend wie ein privater Wohnungskonzern.

Wir protestieren bei der Hauptversammlung der GAG gegen diese Praxis und fordern, die GAG von der Börse zu nehmen, in einen genossenschaftlichen Betrieb umzuwandeln und die Einnahmen sämtlich zum Bau und zur Unterhaltung günstiger Wohnungen zu verwenden.

Wir fordern, dass auf den Einbau neuer Fenster und Türen in der Siedlung in Zollstock verzichtet wird. Die Modernisierung der Bäder darf nur im Einvernehmen mit den Mieterinnen und Mietern erfolgen.

Wir akzeptieren die Umlage von Modernisierungskosten nur insofern diese in einem angemessenen, sozialverträglichen Verhältnis zu den Energieeinsparungen stehen. Wir lehnen sie ab, wo sie vor allem dazu dienen, die kommerzielle Verwertung der Immobilie zu optimieren. Die Modernisierung muss in Abstimmung mit den Mieterinnen und Mietern stattfinden.

Mieterrat GAG Zollstock & Initiative Recht auf Stadt
Mit solidarischen Grüßen
Manfred Müller

 

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VON: INITIATIVE RECHT AUF STADT






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