5:0 gegen den Antikommunismus in Sachen ,Thälmann-Gedenken in Weimar – MLPD zieht Bilanz

20.08.19
ThüringenThüringen, Arbeiterbewegung, News 

 

Von MLPD

„Die Gedenkstätte Buchenwald und die Stadtspitze Weimar wollten mit Rückendeckung der Verwaltungsgerichte und der Landesregierung Thüringen das Gedenken an Ernst Thälmann verhindern, die MLPD diskreditieren und ihr ‚Monopol‘ auf das Gedenken in Buchenwald im Sinne des bürgerlichen Antifaschismus und des modernen Antikommunismus durchsetzen. Damit sind sie nun wirklich grandios und auf der ganzen Linie gescheitert“, so Gabi Fechtner, die Vorsitzende der MLPD, über das Veranstaltungsensemble am vergangenen Samstag in Weimar und Erfurt. Der Vorgang, dass eine KZ-Gedenkstätte die Ernst Thälmanns unterdrücken will und dass sich die MLPD letztlich mit der Kranzniederlegung durchsetzte, wurde bundesweit bekannt. Der Vorgang sorgte für viel Kopfschütteln, Empörung und Solidarität.

„Diese einmalige Unterdrückung wird ein Nachspiel haben. Wir bereiten derzeit weitere rechtliche Schritte vor: gegen die im Zusammenhang mit den Verboten erhobenen Verleumdungen gegen unsere Partei. Mit den vorgeschobenen Begründungen könnten künftig noch viel mehr antifaschistische, demokratische und revolutionäre Veranstaltungen verboten werden“, so Gabi Fechtner.

Die MLPD beteiligte sich am 17. August an fünf ausgesprochen erfolgreichen Veranstaltungen in Weimar und Erfurt: eine Gedenkveranstaltung für Ernst Thälmann des Internationalistischen Bündnisses, eine Kranzniederlegung der MLPD, 25 professionell improvisierte Führungen in Weimar, die Stationen der Gedenkstätte Buchenwald nachempfanden, eine Protestdemonstration und eine furiose Wahlkampfauftakt-Kundgebung der Internationalistischen Liste / MLPD.

Pünktlich um 11.30 Uhr begann die Gedenkveranstaltung des Internationalistischen Bündnisses auf dem Buchenwald-Platz in Weimar mit eindrücklichen Glockenschlägen. Nach einigen Minuten der Stille folgte das Lied “Unsterbliche Opfer“. In der Rede von Tassilo Timm wurden Stationen aus dem revolutionären Leben Ernst Thälmanns lebendig. Stefan Engel, Leiter des Theoretischen Organs REVOLUTIONÄRER WEG der MLPD, sprach zu den Lehren für heute. Er ordnete das versuchte Verbot der Veranstaltung in die Rechtsentwicklung der Regierung und der bürgerlichen Parteien ein. Klaus Dimler, Sohn eines in Buchenwald inhaftierten Kommunisten, der an der Selbstbefreiung mitwirkte, und Mitglieder des Jugendverbands REBELL wiederholten mit Hunderten Teilnehmerinnen und Teilnehmern den berühmten Schwur von Buchenwald.

Besonders bewegend war die, von den verschiedenen Gerichten ausdrücklich bestätigte, Kranzniederlegung der MLPD in der Gedenkstätte Buchenwald – begrenzt auf 50 Teilnehmer, darunter Jugendliche verschiedener Nationalitäten.

Im Vorfeld wurde in den Medien und von der Gedenkstätte in Schriftsätzen selbst gewarnt worden, Buchenwald zu besuchen. Es wären Polizeieinsätze zu erwarten oder die MLPD könne auf das Gelände „einsickern“. Welch groteske Geschichte angesichts des – wie zu erwarten - diszipliniert und würdevoll gestalteten Gedenkens an Ernst Thälmann!

Monika Gärtner-Engel vom Zentralkomitee der MLPD würdigte das Lebenswerk von Ernst Thälmann. Die Kranzniederlegung führte Stefan Engel gemeinsam mit internationalen Teilnehmern und Kindern der Organisation ROTFÜCHSE durch. „Das Gedenken an Thälmann ist für uns eine Verpflichtung, ihm nachzueifern, seiner hohen Kampfmoral und Solidarität mit allen Ausgebeuteten und Unterdrückten der Welt, seinem Mut, seiner Weitsicht und dass er nie aufgegeben hat", so Stefan Engel.

Parallel zur Kranzniederlegung demonstrierten 700 Menschen diszipliniert, optimistisch, anziehend und viel beachtet durch die Weimarer Innenstadt gegen Verbot und Behinderung des Gedenkens.

Am späten Nachmittag fand dann der Wahlkampfauftakt der Internationalistischen Liste / MLPD mitten auf dem Anger in Erfurt statt. Rund 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten die Reden der Spitzenkandidaten Tassilo Timm und Stefan Engel, die zahlreichen Kulturbeiträge und die Vorstellung der Kandidatenliste zur Thüringer Landtagswahl. Hunderte weitere Passanten blieben zeitweise dort. Insgesamt wurden bei herrlichstem Wetter Tausende erreicht.

Stand am Vormittag das würdige Gedenken an Ernst Thälmann im Zentrum, begann jetzt der Wahlkampf: Angriffslustig, faktenreich und überzeugend.

Stefan Engel warnte unter anderem vor dem Missbrauch der Losung ‚Einheit der Linken‘. Man muss immer fragen, Einheit für was? „Und mit vielem, was von dieser Landesregierung kommt, kann man nicht einverstanden sein. Was soll das für eine Politik sein, wenn ein linker Ministerpräsident eine solche Unterdrückung des Thälmann-Gedenkens nicht verhindern kann oder nicht verhindern will“, fragte Stefan Engel. Der Staatssekretär und Leiter von Bodo Ramelows Staatskanzlei, Benjamin-Immanuel Hoff (Die Linke), hatte die antikommunistische Hetze, Verleumdung und die Unterdrückung sogar ausdrücklich mitgetragen.

„Wer eine linke Politik will, wird sie von der Ramelow-Regierung nicht bekommen. Dafür muss man die Internationalistische Liste / MLPD wählen und unterstützen“, so Stefan Engel am Ende seiner polemisch-mitreißenden Rede.







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