Sahra Wagenknecht soll in Düsseldorf für Bundestag kandidieren

03.03.09
PolitikPolitik, Düsseldorf, NRW, TopNews 

 

Die bisherige Europaparlamentarierin Sahra Wagenknecht soll für DIE LINKE im Wahlkreis 108 (Düsseldorf-Süd) zu den Bundestagswahlen antreten.
 
Der Kreisvorstand der LINKEN Düsseldorf hat Sahra Wagenknecht einstimmig gebeten, im Wahlkreis Düsseldorf Süd (WK 108) als Direktkandidatin für DIE LINKE. zu den Bundestagswahlen am 27. September 2009 anzutreten. Seit mehreren Monaten wurden entsprechende Gespräche mit Sahra Wagenknecht geführt. Sie ist seit dem 1. März 2009 Mitglied des Düsseldorfer Kreisverbandes der LINKEN.
 
Die 39jährige Sahra Wagenknecht, die auch Mitglied des Parteivorstandes der LINKEN ist, sei aufgrund ihrer wirtschaftspolitischen Kompetenz eine der profiliertesten Politikerinnen der LINKEN, so der Kreisvorstand der Partei.
Insbesondere die Anti-Krisen-Politik sei aktueller Schwerpunkt der politischen Arbeit Wagenknechts. Mit dem viel zu kleinen und falsch strukturierten Konjunkturprogramm könne die Krise nicht abgemildert werden, meint DIE LINKE. Es ist vielmehr geradezu empörend, wie zig Milliarden in maroden Banken versenkt werden. Notwendig seien eine Vergesellschaftung des Finanzsektors und eine deutliche Verstärkung der realwirtschaftlichen Investitionen.
 
Der Wahlkreis 108 (Düsseldorf-Süd) umfasst die Stadtbezirke 03 (Bilk), 08 (Eller), 09 (Wersten/Benrath) und 10 (Garath). Bei den Bundestagswahlen 2005 erreichte DIE LINKE dort 5,9% der Zweitstimmen und 4,9% der Erststimmen. Direkt gewählt wurde Karin Kortmann mit 45,9% der Stimmen. Im Vergleich zu 2002 schmolz deren Erststimmenvorsprung allerdings von 22.000 auf 10.600 Stimmen.

Stimmen zur Kandidatur:
 
"Sahra Wagenknecht gehört zu den profiliertesten Politikerinnen unserer Partei, es ist ein großer Gewinn für uns und für die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, dass Sahra Wagenknecht sich für unsere Stadt entschieden hat", erklärt der Sprecher des Kreisverbandes, Helmut Born. Der 56jährige Betriebsratsvorsitzende eines Warenhauses setzt nicht nur auf Wagenknechts Popularität. "Sahra Wagenknecht ist populär, weil sie sich eben auch vor Konzernbossen nicht duckt, die aktuelle
Wirtschaftskrise klar analysieren und deutliche Alternativen zur neoliberalen Politik aufzeigen kann."
 
Darauf setzt auch Zeynep Dere, die als Sprecherin zusammen mit Helmut Born an der Spitze der Kreispartei steht. "Als stellvertretende Personalratsvorsitzende an den Universitätskliniken, die ja im Süd-Wahlkreis liegen, bin ich ständig mit Lohndumping durch Ausgliederungen konfrontiert. Dass mit Sahra Wagenknecht eine prominente Stimme gegen Lohndumping antritt, freut mich. Sie kann viele Belegschaften in den betrieblichen Kämpfen unterstützen."
 
"Hartz IV, Rente mit 67 und Auslandseinsätze der Bundeswehr haben der SPD-Frau Karin Kortmann bislang ja keine schlaflosen Nächte bereitet. Durch Sahras Kandidatur würde das sicherlich anders", meint Frank Laubenburg, der bei der vorangegangenen Bundestagswahl für DIE LINKE im Südwahlkreis angetreten war. Er geht davon aus, dass Wagenknechts Kandidatur "die Chancen von Kortmann, noch einmal in den Bundestag zu kommen, sehr verringert."
 
Die Vorsitzende der LINKSFRAKTION im Rat der Stadt Düsseldorf, Adelgunde Kahl, sagte Sahra Wagenknecht die Unterstützung der Ratsfraktion zu. "Wir werden sehr eng zusammenarbeiten und eine Verbindung von bundes- und kommunalpolitischen Themen sicherstellen. Dies gilt besonders, weil wir schon aus finanziellen Gründen weiterhin eine Zusammenlegung der Bundestags- und der Kommunalwahl fordern."







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