Arbeit umverteilen, nicht flexibilisieren!

01.09.10
PolitikPolitik, Soziales, NRW, News 

 

Zur Vorstellung der Studie „Familienmonitor 2010“ durch Bundesfamilienministerin Kristina Schröder erklärt Nina Eumann, Landesschatzmeisterin DIE LINKE. Nordrhein-Westfalen:

„Knapp siebzig Prozent der Eltern beklagen die mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf, besonders Mütter wünschen sich Ganztagsangebote in den Bildungseinrichtungen, und die Mehrzahl der Väter will sich gern mehr mit den Kinder beschäftigen, doch der Job lässt dies kaum zu. Auf diese schon lange bekannten Probleme gibt es eine Vielzahl von guten Antworten, die Schröder offenbar nicht kennt. „Flexiblere Arbeitszeiten“ will sie gemeinsam mit Arbeitgebern entwickeln. Für Eltern solle es mehr „vollzeitnahe Teilzeitarbeit“ geben. Eins ihrer Ziele ist die Erhöhung der Geburtenrate.

Für DIE LINKE stehen wenige klare Forderungen ganz oben auf der Agenda, um es Kindern und Eltern leichter zu machen:

  1.. Die Ganztagsbildung als zentraler Schlüssel zur Chancengleichheit für die Kinder und einer beruflich sichere Existenz für die Eltern
  2.. Die Verkürzung der allgemeinen Arbeitszeit mit dem Ziel der 30-Stunden-Woche, weil es nicht um Teilzeitarbeit geht, sondern um vollwertige und Existenz sichernde Arbeitsplätze
  3.. Die Abschaffung von Hartz IV zugunsten einer repressionsfreien Existenzsicherung für Eltern und Kinder
Eine Erhöhung der Geburtenrate ist hingegen kein LINKES Ziel. Es kommt darauf an, für alle Menschen ein Leben in Frieden, Freiheit und sozialer Sicherheit zu gewährleisten. Niedriglöhne und Leiharbeit, selektive Bildung und Ausgrenzung der Armen stehen dem entgegen. Die Lösung hierauf lautet nicht Flexibilität, sondern Umverteilung.“

 







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