Intransparente Geldzuwendungen der Pharmaindustrie an Ärzte beenden!

22.01.20
PolitikPolitik, Wirtschaft, News 

 

„Die sogenannte ‚Freiwillige Selbstkontrolle der Arzneimittelindustrie‘ hat versagt, das erklärt DIE LINKE schon seit Jahren. Nur noch jeder 5. Arzt ist damit einverstanden, dass sein Name veröffentlicht wird, wenn er Geld von Pharmakonzernen erhält. Patientinnen und Patienten haben aber einen Anspruch darauf zu wissen, welche ärztliche Empfehlung vielleicht nur wegen Beeinflussung durch die Industrie erfolgt“, erklärt Sylvia Gabelmann, Sprecherin für Arzneimittelpolitik der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, zu den neuesten Zahlen der FSA. Gabelmann weiter:

„Um eine mögliche Voreingenommenheit von Ärztinnen und Ärzten zu minimieren, brauchen wir größtmögliche Transparenz und ein öffentlich einsehbares Verzeichnis aller Zahlungen der Arzneimittelhersteller. Vor allem die ‚Anwendungsbeobachtungen‘, für die die Industrie allein in Deutschland jährlich mehrere hundert Millionen Euro spendiert, bringen oft keinerlei wissenschaftlichen Nutzen für die Kranken. Meist dienen sie einzig dazu, ein Medikament in den Markt zu drücken und den Marktanteil zu erhöhen. Das ist ethisch unerträglich und muss vom Bundesgesundheitsministerium endlich gesetzlich geregelt werden.

Um im Forschungsbereich unabhängiger von der Pharmaindustrie zu werden, fordert DIE LINKE, weitere 500 Mio. Euro im Jahr für die Förderung der nicht-kommerziellen Pharmaforschung im Haushalt zur Verfügung zu stellen.“







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