Hartz IV: 'Forderungen' der Linkspartei - und die realen Notwendigkeiten!

19.09.08
PolitikPolitik, Soziales, Linksparteidebatte, TopNews, Berlin 

 

Offenes Schreiben von Reinhold Schramm per eMail an:
Die Linke., Bezirk Tempelhof-Schöneberg, Berlin.

Auskömmliche und menschenwürdige Regelsatzerhöhung und Mindestlohn: JETZT!
(Zur notwendigen Forderung und Durchsetzung)

Liebe Genossinnen, Freundinnen und Freunde der Linkspartei!

Bezug:
Die Linke., im Berliner Stadtbezirk: Tempelhof-Schöneberg.
Internetseite: http://www.dielinke-tempelhof-Schöneberg.de/

Ihr schreibt auf der Internetseite:
"Immer mehr Menschen haben immer weniger Geld, mit dem sie für das Allernötigste immer mehr bezahlen müssen. Die jährliche Teuerungsrate lag im Mai 2008 wieder über 3 Prozent. Vor allem die Preise von Waren, die zur unverzichtbaren Grundversorgung gehören, sind in den letzten 12 Monaten geradezu explodiert. So stiegen die Preise für Molkereiprodukte und Eier seit Mai 2007 um 17,9 Prozent, die für Speisefette und -öle um 15,4 Prozent, für Brot und Getreideerzeugnisse um 8,9 Prozent, für Obst um 8,4 Prozent - um nur einige Beispiele zu nennen."

Im Anhang.pdf - zur Feststellung der Teuerungen - folgt eine weitere Erklärung: "Warum eine sofortige Regelsatzerhöhung notwendig ist" (!) und eine Tabelle zu den "Preiserhöhungen in Prozent, Mai 2007 bis Mai 2008", ebenso, ein erklärender Text: "Hartz IV verstößt gegen die Würde des Menschen", weiterhin: "Hartz IV = Lohndumping und verschärfte Armut" und zu: "Hartz IV = Enteignung und Schikane".

Abschließend erfolgt die Forderung (in Textfolge): "Für eine bedarfsorientierte und diskriminierungsfreie Grundsicherung" und in Höhe von "435 Euro (plus Wohnkosten)".  -  Zugleich kommt auch ihr zu der Feststellung: "Zwar ist auch dies noch zu wenig . . ." u.a.m.
Nachzulesen im Internet: http://www.dielinke-tempelhof-schoeneberg.de/fileadmin/tempelhof-schoeneberg/Aufrufe_Protestschreiben/08-06_Begr_c3_bcndungstext_2_.pdf 


Liebe Genossinnen, Freundinnen und Freunde der Linkspartei,

die (berechtigte) Forderung nach einer Erhöhung des Regelsatzes auf 420 Euro stammt bereits aus dem Jahr 2004/2005, vor und nach der offiziellen ('gesetzlichen') Einführung der "Hartz IV"-Schweinereien durch die staatliche Administration, - der (herrschenden) Arbeitsmarktregulierungs-, Wirtschaft- und Eigentumsverhältnisse.
Auch die Differenz - von 420 zu 435 Euro - gleicht nicht die reale Kostensteigerung - für den Zeitraum vom 01.01.2005, bis zum heutigen Tag aus, dies ist allgemein bekannt.

Analog verhält es sich mit der Forderung nach einem auskömmlichen und menschenwürdigen 'Mindestlohn'. Auch hier entspricht die 'offizielle' Forderung der Linkspartei und der sozialdemokratischen Gewerkschaftsführung nicht der objektiven Notwendigkeit eines Mindestlohnes von (wenigstens) 12 Euro! -

Genossinnen, Freundinnen und Freunde, es ist nicht unsere Aufgabe die Verwertungsinteressen der Kapitaleigner, deren Gewinn- und Profitinteressen zu berücksichtigen und zu garantieren. - Wir sollten uns an den sozialen, ökologischen und ökonomischen Interessen der (noch) Lohnarbeit, aller Erwerbslosen und sozial (noch) ausgegrenzten Menschen orientieren, - nicht nur meine Meinung!

Abschließend noch mein Verweis auf nützliche Texte und Orientierungen, zum Thema, im Internet:
I.)  "Fordern und praktisch im Kampf durchsetzen - mehr als (nur) die Reproduktionskosten", http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/hilfe/fordern.html
II.) "Regelleistung (Hartz IV) - und Menschenwürde",
http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/hilfe/fordern.pdf

Im Internet zum Mindestlohn:
III.) Ohne Kampf gibt es keinen ('auskömmlichen') "Mindestlohn"!
Berechnung des (überfälligen) flächendeckenden Mindestlohnes:
http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/kombilohn/mindeschramm.pdf
und:
IV.) "Der Armutsbericht der Bundesregierung ist ein Schwindel nach unten!"
(Text beinhaltet auch eine Berechnungsgrundlage für einen 'auskömmlichen' und 'menschenwürdigen' "Mindestlohn", - (noch) unter den realen Bedingungen der bestehenden (kapitalistischen) Gesellschaftsordnung!
Internet: http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/allg/schramm.pdf

Vielleicht hilft es uns weiter, nur:
"Gemeinsam sind wir stark" >!<







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