EU-Brüssel fürchtet Zusammenbruch der staatlichen Sozialsysteme.


Bildmontage: HF

01.10.09
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Von Reinhold Schramm

Die Massenarbeitslosigkeit in Europa steigt und die EU fürchtet dramatische Folgen für die staatlichen Sozialversicherungen, so die "Financial Times Deutschland (FTD)".
"Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit mit ihren potenziell lange anhaltenden Auswirkungen auf die Arbeitsmärkte und auf das Potenzialwachstum könnte die europäischen Sozialmodelle bedrohen", heißt es unter anderem in einem Bericht der EU-Kommisions-Volkswirte für das informelle Finanzministertreffen in Göteborg. Das EU-Papier zum drohenden Kollaps der Sozialsysteme liegt der "FTD" vor.
Damit stellt die EU-Behörde erstmals das Überleben der europäischen Sozialsysteme und damit der sozialen Absicherung der Mehrheitsbevölkerung in Europa, im Alter, bei Krankheit und Arbeitsplatzverlust, in Frage. - Die steigende Arbeitslosigkeit und soziale Ungleichheit bedroht die Grundlagen der sozialen Absicherung für die Mehrheit der Bevölkerung in Europa.

Die Ökonomen der EU-Kommission warnen in ihrem Papier vor dem Risiko, "dass die Arbeitslosigkeit nicht wieder auf das Niveau vor der Krise zurückfällt, wenn der Aufschwung wieder einsetzt". Die EU-Behörde geht davon aus, dass es auch 'nach der Krise' weniger Arbeitsangebote gibt und die Langzeitarbeitslosigkeit deshalb steigt.
Auch die aktuelle Krisen-Entwicklung verschlechtert die (kapitalistischen) Wachstumsaussichten und setzt die Sozialsysteme unter Druck. Bereits im Frühjahr 2009 hatte die EU-Kommission davor gewarnt, dass es zu einer Explosion der (sozialen) Ausgaben kommt.
Laut aktuellen EU-Bericht an die Finanzminister ist die Zahl der Arbeitslosen in Spanien und den baltischen Staaten um bis zu acht Prozentpunkte hochgeschnellt. In Spanien liegt die Arbeitslosenquote über 18 Prozent. Angesichts der Tiefe der (kapitalistischen) Wirtschaftskrise dürften im Bausektor, der Finanzindustrie und der Autobranche viele Menschen ihre Arbeitsplätze verlieren, warnt die EU-Kommission.

Vgl.: FTD - analog: "t-online.de" am 01.10.2009: "Brüssel fürchtet Kollaps der Sozialsysteme".
Internet: http://wirtschaft.t-online.de/arbeitslosigkeit-eu-fuerchtet-kollaps-der-sozialsysteme/id_20120482/index


Anmerkung zu einer realistischen Problemlösung - und zugleich eine Empfehlung für eine notwendige und überfällige Umverteilung, von oben nach unten.
Hier, die Wertschöpfungs-Ergebnisse aus der Lohnarbeit und wo sich die Mittel für die Sozialsysteme befinden: "Klassengesellschaft und Vermögensverteilung in Deutschland" - "Der Reichtum in der Klassengesellschaft konzentriert sich am oberen Ende der Skala":
http://www.debatte.info/fileadmin/download/rschramm_10052009.pdf







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