Älteren Langzeitarbeitslosen droht Zwangsverrentung


Volker Schneider MdB

14.11.07
PolitikPolitik, Saarland 

 

Statt 900 Euro Rente nur 738 Euro monatlich.

Saarbrücken (sk) - Wie heute der rentenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Volker Schneider mitgeteilt hat, droht älteren Langzeiterwerbslosen eine „Zwangsverrentung mit Abschlägen bei der Rente von bis zu 18 Prozent":

Seit Monaten versucht der saarländische Bundestagsabgeordnete der LINKEN, Volker Schneider und andere Abgeordnete seiner Fraktion, die Regierung über eine Fülle von Anfragen auf das Problem der drohenden Zwangsverrentung von Langzeiterwerbslosen hinzuweisen. Denn die so genannte 58er-Regelung soll Ende des Jahres auslaufen. Jedoch habe es nichts genützt, die Große Koalition bleibe stur.

„Es ist ein Skandal, dass vor allem die CDU noch immer nicht erkennen will, welche gravierenden Auswirkungen ihre Untätigkeit zur Folge haben wird: Tausende Saarländerinnen und Saarländer werden dann gezwungen sein, zum frühstmöglichen Zeitpunkt ihre Rente zu beantragen. Und im schlimmsten Fall heißt das, im Alter am Existenzminimum mit etwa 650 Euro leben zu müssen."

„Das Argument, die meisten Menschen, würden freiwillig in Rente gehen, weil sie statt Arbeitslosengeld II dann mehr Geld erhalten würden, zieht so nicht und ist an Zynismus kaum zu überbieten", so Schneider. „Denn bei einer "guten" Rente von 1.000 Euro erleiden die Betroffenen bei einem Rentenbezug von 15 Jahren einen Verlust durch die Zwangsverrentung von bis zu 32.400 Euro! Das kann man nur noch als Skandal bezeichnen", so der Abgeordnete der LINKEN abschließend.


VON: CMJ






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