Freiberufliche Hebammen: Vom Aussterben bedroht

04.05.12
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Bahrs Versprechen muss sich in Taten messen

Anlässlich des internationalen Tags der Hebammen am 5.5.2012 erinnert die LINKE Bundestagsabgeordnete Ingrid Remmers an die Situation von freiberuflichen Hebammen in Deutschland:

"Derzeit sind viele freiberufliche Hebammen gezwungen, auf ihre eigentliche Tätigkeit zu verzichten: die Betreuung von Müttern bei der Geburt," erklärt MdB Ingrid Remmers. Schuld seien vor allem die schlechte Bezahlung und die viel zu hohen Gebühren für eine  Berufshaftpflichtversicherung.

"Diese Entwicklung war leider absehbar," so MdB Remmers weiter. Schon im Mai 2010 hatten die Hebammen mit einer Petition mit über 200.000 Unterschriften auf das Problem aufmerksam gemacht. "Seitdem ist die Bundesregierung, ausgenommen einiger Lippenbekenntnisse, vollkommen tatenlos geblieben. Und auch die angekündigte Unterstützung durch den derzeitigen Bundesgesundheitsminister Bahr wird sich in Taten messen lassen müssen," ergänzt die Bundestagsabgeordnete. Schließlich sei derzeit Wahlkampf im bevölkerungsreichen NRW.

Die Fraktion DIE LINKE hatte die Bundesregierung schon in ihrem Antrag vom 16. Juni 2010 aufgefordert kurzfristig eine deutliche Erhöhung der Vergütung der freiberuflichen Hebammen und Entbindungspfleger festzulegen, die zumindest ein Minimum eines der Tätigkeit und Verantwortung gerechten Einkommens gewährleistet.

"CDU und FDP zeigten sich jedoch bislang uninteressiert an dem Problem der Hebammen. So stehen die freiberuflichen Hebammen heute vor und nach der Entbindung mit Rat und Tat an der Seite von Frau und Baby. Doch bei der eigentlichen Geburt können dann nur noch etwa ein Fünftel aller Hebammen zur Stelle sein," so MdB Remmers weiter.
Hier bestehe dringender Handlungsbedarf für die Bundesregierung. "Es ist kurz vor zwölf. Wir brauchen jetzt konkrete Verbesserungen," mahnt Remmers abschließend. DIE LINKE habe entsprechende Anträge in den Bundestag eingebracht und werde sich auch weiterhin diesbezüglich engagieren.








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