Der reale Sozialfaschismus der „Sozialpartner“ der Bourgeoisie und Aktionäre heute

22.06.14
SozialesSoziales, Wirtschaft, Antifaschismus, TopNews 

 

von Reinhold Schramm

Verfügten die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung »im Jahr 1998 über 45 Prozent des Nettovermögens, waren es im Jahr 2003 bereits 49 Prozent und im Jahr 2008 sogar 53 Prozent.«

»Dagegen musste sich die ärmere Hälfte der Bevölkerung [50 % der Bevölkerung] in den Jahren 1998 und 2003 mit drei Prozent und im Jahr 2008 mit ein Prozent begnügen.« [1]

Gerade vor diesem Hintergrund erscheint die Frage aufschlussreich, was aus den führenden Agenda-Akteuren geworden ist.

Die Quelleaussage im Jahr 2013:

»Dr. Heiko Geue, geistiger Ziehvater der Agenda 2010, leitet heute [2013] die Wahlkampagne und ist ein Vertrauter von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück; Dr. Frank-Walter Steinmeier, ihr verantwortlicher Architekt und früher Geues Vorgesetzter, ist heute [2013] Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Bundestag und hat Chancen, im Herbst 2013 wieder Außenminister [erfolg-reich] und Vizekanzler einer Großen Koalition zu werden; Wolfgang Clement, damals als einziger Fachminister im Kabinett Schröder/Fischer sowohl an Entstehung wie an Umsetzung der Reformagende beteiligt, übernahm den Vorsitz einer Denkfabrik der weltgrößten Leiharbeitsfirma Adecco und ist Aufsichtsratsmitglied der RWE Power AG, der Investmentgesellschaft Lahnstein, Middelhoff & Partners LLP und des russischen Beratungsunternehmens Energy Consulting; Peter Hartz war bis Juli 2005 Vorstandsmitglied der Volkswagen AG {...} Prof. Dr. Bert Rürup vermarktete ebenfalls wie Walter Riester seine Kenntnisse in jenem Wirtschaftszweig, dem er ein neues Geschäftsfeld eröffnet hatte, und gründete zusammen mit dem früheren AWD-Eigentümer Carsten Marschmeyer ein Finanzdienstleistungsunternehmen; Gerhard Schröder ist heute Aufsichtsratsvorsitzender von TNK-BP, einem russisch-britischen Energieunternehmen, und des Pipeline-Konsortiums Nordstream AG sowie Mitglied im Europa-Beirat der Rothschild-Investmentbank und Berater des Ringier-Verlages (Schweiz).«

[1] Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Hrsg.): Lebenslagen in Deutschland. Der 4. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, Bericht, Bonn März 2013, S. 465.

Quelle: Gerhard Schröders Agenda 2010. Zehn Jahre unsoziale Politik. Autor: Christoph Butterwegge. / ANALYSEN wird herausgegeben von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin.


VON: REINHOLD SCHRAMM






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