Drogen im Kapitalismus und Legalisierungsdebatte

12.02.18
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Von Reinhold Schramm

»Debatte über Legalisierung von Cannabis: "Ich halte das für unverantwortlich". Cannabis soll legalisiert werden, fordert der Bund Deutscher Kriminalbeamter. Der Straf- und Medizinrechtler Gunnar Duttge hält dagegen: Die Legalisierung wäre ein "unverantwortliches Humanexperiment".«

Vgl. Spiegel-Online *

Kommentar

Heute, 12.02.2018, 149.

Aufklärung über Ökonomie, Politik und Drogen

Es bedarf einer Politik für die Befreiung der Bevölkerung vom Konsum von Drogen. Dafür müssten sich humanistische Parteien und Organisationen einsetzen. Hierfür müssten sie unabhängig sein von der Einflussnahme der Drogenproduzenten und deren Lobby- und Interessenverbände aus Wirtschaft, Werbung und Industrie.

Nur eine humanistische Gesellschafts- und Gesundheitspolitik, die nicht den Produktions- und Dividendeninteressen aus Produktion und Vertrieb unterliegt, vermag auch die Gesundheitsinteressen der Bevölkerung zu befördern.

In Deutschland sterben jährlich 73.000 Menschen an den Folgen von Alkoholismus und etwa 110.000 Menschen am Tabakkonsum. Zehntausende am Konsum anderer Drogen.

Da Prohibition keine Lösung der Drogenproblematik in der Gesellschaft beinhaltet, bedürfte es der Humanisierung der Gesellschaft. Dafür ist ein bildungspolitischer Verweis auf die kulturelle und traditionelle Geschichte des Drogenkonsums in jeder Gesellschaft nicht zielführend. Ebensowenig aber auch nicht ein strafrechtliches Verbot.

Zu einer humanistischen Innenpolitik bei der Überwindung des allgemeinen Drogenkonsums in der Gesellschaft, gehört auch die Humanisierung der Außenpolitik. Das beinhaltet auch ein Ende der Beteiligung an Kriegseinsätzen im Ausland. Ein Ende des Exports von Rüstungsgütern und Waffen in weltweite Krisen- und Kriegsregionen. Dazu gehört die außenpolitische und wirtschaftspolitische Beförderung von gleichberechtigten Wirtschaftebeziehungen zu den sozioökonomischen Schwellen- und Entwicklungsländern. Eine Außen- und Wirtschaftspolitik, die in den Hauptländern der Drogenproduktion die Abkehr davon befördert, auch durch die Sicherung auskömmlicher Existenzgrundlagen durch den Anbau von Nahrungsmitteln und die Entwicklung von ökologischen Alternativen.

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Nachtrag

Anm.: Um das Drogenproblem zu überwinden, dafür müsste man schon die Ausbeutung und Entfremdung von Mensch, Umwelt und Natur überwinden. Im Feudalismus und Kapitalismus kann man Drogenkonsum und -missbrauch nicht überwinden. Wir müssten dafür schon den Kapitalismus -emanzipatorisch und sozialrevolutionär- überwinden und beseitigen. Es bedürfte einer emanzipatorischen Gesellschaftsformation. Eine demokratische Gesellschaftordnung auf der Grundlage des Gemeineigentums an den gesellschaftlichen Produktionsmitteln: Grund und Boden, Luft und Wasser, Rohstoffen und Bodenschätzen, Tier -Natur- und Pflanzenwelt. Dazu gehört auch die (demokratische) Sozialisierung der noch heutigen DAX-Konzerne in der Bundesrepublik und deren weltweite Niederlassungen. Eine gleichberechtigte Wirtschafts- und Entwicklungspolitik. Es bedarf hierfür einer [zukünftig] gleichberechtigten ökonomischen, sozialen und ökologischen Kreislaufwirtschaft, weltweit. Die Förderung und Entwicklung der sozioökonomischen und gesellschaftspolitischen Gleichheit [keine “Gleichmacherei“], unabhängig von der Herkunft, Geschlecht und Hautfarbe.

 

* Vgl. Spiegel-Online am 12.02.2018:  Debatte über Legalisierung von Cannabis. "Ich halte das für unverantwortlich". Cannabis soll legalisiert werden, fordert der Bund Deutscher Kriminalbeamter. Der Straf- und Medizinrechtler Gunnar Duttge hält dagegen: Die Legalisierung wäre ein "unverantwortliches Humanexperiment". Ein Interview von Viktoria Degner.

www.spiegel.de/panorama/justiz/cannabis-legalisierung-warum-jurist-gunnar-duttge-dagegen-ist-a-1192739.html

 

12.02.2018, Reinhold Schramm







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