Corona meiden: JA. Obdachlose meiden: NEIN.


17.03.20
SozialesSoziales, TopNews 

 

Von fiftyfifty

In der Corona-Krise hat die Bundesregierung nahezu unbegrenzte Unterstützung der Wirtschaft etwa durch Geldzuwendungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau beschlossen. Gleichzeitig kommen die Hilfen für wohnungslose Menschen quasi zum Erliegen. Suppenküchen, Tafeln, Beratungsangebote – nahezu alles wird dicht gemacht. Die Ärmsten der Armen sind somit doppelt negativ betroffen: Sie haben keine Möglichkeit mehr, Geld zu erhalten und Einrichtungen mit kostenlosen Angeboten sind geschlossen. Die Menschen sind verzweifelt. fiftyfifty wird die Ausgabe der Straßenzeitung weiterhin sicherstellen. Unsere Beratung bleibt geöffnet, aber es werden derzeit zum Schutz der Hilfesuchenden und Mitarbeiter*innen stets nur Einzelpersonen eingelassen. Die tiermedizinische Hilfe Underdog und der alternative Stadtrundgang strassenleben.org werden bis auf Weiteres eingestellt.

f i f t y f i f t y   f o r d e r t:

Unterstützung Obdachloser mit Lebensmitteln Obdachlose können kaum noch Zeitungen verkaufen oder betteln. Die Tafeln sind geschlossen, ebenso die meisten Armenküchen.

Zelte für Obdachlose und keine Vertreibungen Das Infektionsrisiko in Notunterkünften ist groß. Wenn nur ein einziger Corona-Fall auftritt, müssen alle dort in Quarantäne und dann auch dort versorgt werde - mit Essen, Trinken, ggf. medizinischer Betreuung und Substitution bei Drogen- oder Alkoholabhängigkeit. Deshalb müssen Maßnahmen zur Vereinzelung getroffen werden. Obdachlose, die dies wollen, müssen mit Zelten und Schlafsäcken ausgestattet werden und Schlafstätten im öffentlichen Raum müssen geduldet werden.

Medizinische Hilfe auch für Nicht-Versicherte Viele Obdachlose kommen aus dem EU-Ausland und sind nicht krankenversichert. Ihnen muss unser Gesundheitssystem ungehindert offenstehen, auch, um Infektionswege zu unterbinden.

Systemrelevanz für Obdachlosen-Organisationen Im Falle von Ausgangssperren müssen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe als systemrelevant gelten, so, wie etwa auch die Feuerwehr oder Krankenhäuser, damit die Versorgung der Schwächsten unserer Gesellschaft nicht völlig zusammen bricht. Zur Systemrelevanz gehört etwa, dass es Ausnahmen gibt von Ausgangssperren und Fahrverboten. Derzeit gelten Organisationen wie fiftyfifty nicht als systemrelevant.

f i f t y f i f t y   b i t t e t:

Haltbare Lebensmittel Bitte abgeben in unserer Sozialberatung, Höhenstr. 51 Düsseldorf Nähe HBF montags bis donnerstags von 9 – 12 Uhr und in unserer Galerie, Jägerstr. 15, Düsseldorf, montags bis samstags 14 – 17 Uhr. Wir verteilen die Lebensmittel mit unserem GuteNachtBus zusammen mit der franziskanischen Initiative vision:teilen an besonders Bedürftige.

Zelt- und Schlafsackspenden Wir fördern Maßnahmen zur Vereinzelung, um Infektionswege einzudämmen. Wohnungslose, die dies wollen, sollen mit Zelten und Schlafsäcken ausgestattet werden.

Geldspenden Weil Obdachlose kaum noch Zeitungen verkaufen und auch sonst kaum noch Geld erhalten, geraten sie immer mehr in Not. Weil gleichzeitig Tafeln und Suppenküchen geschlossen sind, brauchen sie im Einzelfall finanzielle Unterstützung. Bitte spenden Sie dafür auf unser Konto von asphalt e.V./fiftyfifty, Postbank Essen, DE35 3601 0043 0539 6614 31

Danke. Wenn die Not am größten ist, müssen auch Nächstenliebe und Solidarität wachsen.

fiftyfifty. Denn jeder Mensch braucht ein Zuhause.







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