Milliardengewinne der Tabakindustrie fordern mehrere Millionen Tote

30.05.20
SozialesSoziales, Wirtschaft, Politik, News 

 

„Sieben Millionen Tote weltweit, deutschlandweit 120.000 vorzeitige Tode, jährlich allein in Deutschland volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von 79 Milliarden Euro und vor allem im globalen Süden 1,3 Millionen Kinder, die auf Tabakplantagen arbeiten müssen – das ist die Bilanz der Tabakindustrie", so Niema Movassat, drogenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai. Movassat weiter:

„Verantwortlich dafür ist auch die Politik. In keinem anderen Land in Europa darf so umfassend für Tabakprodukte geworben werden wie in Deutschland. Erst 15 Jahre nach der Unterzeichnung der WHO-Tabakrahmenkonvention hat die Bundesregierung diese Woche im Bundestag ihren Gesetzentwurf zum Tabakwerbeverbot vorgestellt. Deutschland ist damit Schlusslicht in Europa. Leider ist der Gesetzentwurf nur eine lückenhafte Ausführung eines Tabakwerbeverbots. So sollen Sponsoring und Promotion nach dem Willen von CDU/CSU und SPD weitestgehend erlaubt bleiben. Das ist fatal, denn mit Werbe- und Marketingstrategien versucht die Tabakindustrie Neukunden zu gewinnen. Ihre Livestyle-Werbung spricht vor allem junge Menschen an. Den dennoch erfreulicherweise sinkenden Zahlen von Tabakkonsumentinnen und -konsumenten versuchen die Tabakkonzerne mit dem Aufgreifen von Tabakerhitzern und e-Zigaretten zu begegnen und damit ihr Image aufzubessern. DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, die Tabakindustrie endlich ernsthaft zu kontrollieren und den Nichtraucherschutz zu stärken. Wir brauchen neben einem umfassenden Tabakwerbeverbot eine bessere Förderung des Rauchausstiegs und zielgerichtete Angebote zur Tabakentwöhnung. Wir müssen damit die Raucherinnen und Raucher erreichen, von denen fast 2/3 bereits einen Rauchausstieg ohne Erfolg versucht haben.“







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