Bundesrepublik Deutschland ist im Sozialdarwinismus angekommen!

07.10.09
SozialesSoziales, Debatte, TopNews 

 

Fakten im Klartext zur Verwertungsgesellschaft des Kapitals.

Die Reduzierung der Lebensqualität und Lebenserwartung bei armen Menschen ist in Deutschland gesellschaftspolitisch (uneingestanden) erwünscht!
In den offiziellen gesellschaftspolitischen Lippenbekenntnissen der jeweiligen Regierungs-, Sozial- und Gesundheits-Administration wird stets das Gegenteil behauptet. Die Faktenlage zur objektiven sozialdarwinistischen Realität in der deutschen Gesellschaft und Politik spricht für sich. 

"Die Sterblichkeit hat bei armen Menschen deutlich zugenommen!"

Erhebungen von 1998 - 2003, über den Lebenserwartungsunterschied zwischen dem reichsten und dem ärmsten Fünftel der Bevölkerung zeigen, dass die Differenz bei den Männern auf 14 Jahre und bei den Frauen auf 8 Jahre angestiegen ist. 31 Prozent der von Einkommensarmut betroffenen Männer in Deutschland erreicht nicht das 65. Lebensjahr. Dies dient auch der Planungssicherheit und Kostenreduzierung bei den Sozialausgaben, so auch im Gesundheitswesen und bei den Rentenleistungen.
Die statistische Erhebung zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen Armut und dem Verzicht auf medizinische Leistungen gibt. Bei den armen Menschen verzichten 28 Prozent auf einen notwendigen Arztbesuch (gegenüber 15 Prozent die nicht armutsgefährdet sind) und 23 Prozent auf einen Zahnarztbesuch (gegenüber 11 Prozent).
Das Helmholz-Zentrum, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, München, bestätigte, von Armut Betroffene gehen bis zu 50 Prozent seltener zum Arzt seit Einführung der Praxisgebühr, sowie der Zuzahlungen, trotz gravierender Erkrankungen (Juni 2008).
Eine Untersuchung der Mainzer Universität, zum Zusammenhang von Armut, Schulden und Gesundheit (ASG 2008), kommt zu dem Ergebnis: 65 Prozent der befragten Armen haben aus Geldmangel die verschriebenen Medikamente nicht gekauft, 60 Prozent haben wegen der Zuzahlungen Arztbesuche unterlassen.

"Heranwachsende aus armen Familien weisen in allen Bereichen von Gesundheit und Lebensqualität die schlechtesten Ergebnisse vor!"

Vorsätzlich (- wird auch stets geleugnet) wurden die notwendigen Gesundheitsausgaben beim Arbeitslosengeld II / Sozialgeld für Kinder und Jugendliche von den Kapitaldarwinisten nicht berücksichtigt. Auch die Fahrt zum Arzt kostet Geld. Längere Anfahrtswege für benachteiligte Familien mit Kindern sind keine Seltenheit. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte stellt zum Rückgang der Kinderarztbesuche fest: u.a. durch die Einschnitte bei Arzneimittelverordnungen für Kinder ab 12 Jahren ist die Zahl der Konsultationen des Kinderarztes zurückgegangen (- im ersten Quartal 2004 um 6 - 12 Prozent).
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kind und Krankenhaus zeigte eine vermehrte Tendenz auf, dass Kinder aus armen Familien vermehrt nicht fachgerecht behandelt werden. Ein Argument ist: Aufgrund der Fallpauschalen-Regelung, rechnet sich für die Sozialdarwinisten - unter den realen Kapital-Medizinern! - eine Kinder-Medizin nicht mehr.

"Eine ausgewogene Ernährung ist mit dem Arbeitslosengeld II - Sozialgeldbetrag nicht möglich!" - analoges gilt auch für ein kapital- und sozialdarwinistisches 'Bürgergeld' bzw. 'Grundeinkommen'!

Der Ernährungsetat für eine ausgewogene und gesunde Ernährung wurde absichtsvoll von den 'beauftragten' Kapitaldarwinisten zu gering berechnet. Familien mit "Hartz"-Einkommen können sich auch in vielen Schulen keine Teilnahme ihrer Kinder an Schulspeisungen leisten (natürlich auch 'gelogen', so die Kapitalfreunde).
Das Forschungsinstitut für Kinderernährung der Universität Bonn kommt zur Feststellung: "Selbst beim Einkauf im Discounter reichen diese Summen - vor allem für ältere Kinder - nicht für eine optimale Mischkost aus." (Mathilde Kersting)

Der von den deutschen Sozialdarwinisten in der gesellschaftspolitischen Administration erwünschte psychosoziale Stress infolge von Armut und Arbeitslosigkeit nimmt zu. 

- Von 2006 auf 2007 nahm die Frühverrentung wegen psychischer Belastungen in Deutschland um 8 Prozent zu (TKK Mainz).
- Psychische Erkrankungen wie Angstzustände, Depressionen oder Psychosen sind mit 40 Prozent die häufigsten Beeinträchtigungen - unter denen Frauen häufiger leiden als Männer (ASG-Studie, 2008).
- Aus der Statistik der Gmünder Ersatzkasse: Deutliche Zunahme von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen bei Arbeitslosen. Bei armen allein erziehenden Müttern stehen die psychischen Erkrankungen mit 25 Prozent im oberen Drittel.
- Die Suizidquote ist bei langzeitarbeitslosen Menschen 20-fach höher im Vergleich zu Erwerbstätigen (mit auskömmlichen Einkommen).

"Es ist eindeutig nachgewiesen, dass chronische Krankheit immer häufiger zu einer materiellen Verarmung führt."

Die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche AIDS- Stiftung benennen als einen Grund - für materielle Verarmung - die "Hartz IV" Gesetzgebung. Chronisch kranke Menschen können ihre berufliche Tätigkeit nicht mehr in dem gleichen Umfang wie vor der Erkrankung durchführen. Dies führt nicht selten in die Armut. Die mit "Hartz IV" [bewusst] abgeschafften Einzelfallhilfen müssen immer häufiger von den Stiftungen aufgefangen werden.
Auch aufgrund der Eigenleistungen im Gesundheitsbereich werden wichtige Maßnahmen der Verhinderung von Verschlimmerung bzw. erneuten Auftreten von Erkrankungen nicht mehr wahrgenommen. Bei den Mutter-Kind-Kuren gibt es einen deutlichen Rückgang aufgrund der Eigenbeteiligung, so der Paritätische Wohlfahrtsverband.

Weitere Fakten im Klartext zu den sozialdarwinistischen Verbrechen in der Deutschland AG:
- Im staatlich organisierten Wirrwarr zwischen Job-Center, Sozialamt und Krankenkassen finden wohnungslose Menschen sich oft nicht mehr zurecht und haben keinen gültigen Krankenschutz (erwünscht und geleugnet!).
- Immer mehr alte Menschen sind von Armut betroffen, können Strom- und Heizkosten nicht mehr zahlen und sitzen im Winter in einem kalten Zimmer (Kostenreduzierung beschleunigt das Lebensende! - natürlich die 'Unwahrheit' für die 'Gutmenschen').
- Ein Krankenversicherungsstatus illegalisierter (!) Migranten ist nicht vorhanden (erwünscht!), was auch zu lebensbedrohlichen Versorgungslücken führt.


Quelle: Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.
Kapitel Gesundheit und Armut: Stiefkind des 3. Armuts- und Reichtumsbericht 2008.
"Die Sterblichkeit hat bei armen Menschen deutlich zugenommen!"
Internet: http://www.verein-armut-gesundheit.de/pdf/presse2008.pdf

Empfehlung: Klassengesellschaft und Vermögensverteilung in Deutschland.
Internet: http://www.debatte.info/fileadmin/download/rschramm_10052009.pdf 







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