"Generationenverkürzung"!


Bildmontage: HF

08.10.09
SozialesSoziales, Debatte, TopNews 

 

Von Hans-Dieter Wege

Bestimmt erinnern sich noch viele Menschen an den Anfang des Jahres 2005. SPD und Grüne als Regierungspartei mit Zustimmung aller übrigen Parteien aus dem Bundesrat führten Hartz IV ein.

Man versprach den bis dahin sich in der Sozialhilfe befindenden Alleinlebenden, aber auch den Familien und ihren Kindern, dass man sie mit diesem neuen Gesetz am Arbeitsmarkt aus der "Dunkelheit der Sozialhilfe" herausholen wollte. Zu diesem Zeitpunkt handelte es sich um etwas mehr als eine Million Menschen.

Und um es gleich auch einmal auf den Punkt zu bringen, schon damals hieß es, dass aus diesen Familien auch zukünftig ansonsten die Anwärter auf weiteren Sozialhilfeempfang hervorkommen würden und dass das praktisch vererbt werden würde.
Also eine Generation der Sozialhilfeempfänger würde dann neu geboren.
Bildungsferne Schichten?

Seltsam, jetzt hatte die letzte "Große Koalition" soviel Geld in den Bereich des Fördern und Fordern gesteckt und plötzlich bemerkt man auch heute, dass Kinder angeblich den Wunsch äußern als Beruf Hartz IV-Empfänger zu werden. So wird es zumindest durch die Presse und die Medien den Menschen weiß gemacht.

Auch heute heißt es immer noch, die Eltern der Kinder von HartzIV-Betroffenen würden große Teile der Familienregelsätze z.B. für das Rauchen und das Saufen ausgeben. Nur handelt es sich heute nicht mehr um etwas mehr als eine Million Menschen sondern schon um über 6 Millionen Menschen die direkt von Hartz IV betroffen sind und indirekt
mit Armutslöhnen dürften noch viele Millionen Menschen hinzukommen.
Bildungsferne Schichten?

Das Armut die Menschen schneller krank macht und das die Menschen dann auch schneller sterben, dass dürfte den Menschen ja schon klar sein und es ist ja auch einleuchtend.

Aber das in Deutschland heutzutage eine Generation nur noch 5 Jahre dauert, dürfte von keinem anderen Land auf der Erde getoppt werden.
Vielleicht sollten unsere Politiker, aber auch die Journalisten ja mal einen Antrag stellen um hiermit ins Guinness Buch der Rekorde zu kommen? Um folgenden Eintrag sollte es gehen:

"Generationenverkürzung"!

Hans-Dieter Wege 







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