Lebensbedingungen in Deutschland - und ostdeutsche Arbeitslöhne deutlich unter Westniveau.


Bildmontage: HF

05.10.09
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Lebensbedingungen: Norwegen befindet sich auf Platz 1, Italien auf Platz 18 und die Deutschland AG auf Platz 22.

Von Reinhold Schramm

Nach dem Entwicklungsindex der Vereinten Nationen, der Lebensbedingungen und Einkommen vergleicht, belegt Norwegen Platz eins. Die Plätze zwei und drei belegen Australien und Island. Frankreich belegt Platz 8, die USA deutlich vor Deutschland auf Platz 13, Italien Platz 18 und Großbritannien Platz 21. Als Grund für das relativ niedrige Ranking der Bundesrepublik Deutschland (Rang 22) wird das gesunkene Pro-Kopf-Einkommen nach der 'Wiedervereinigung' genannt.

Entwicklungsindex der Vereinten Nationen (Auszug):

 Rang

 Land 

  1

Norwegen 

  2

Australien 

  3

Island 

  4

Kanada 

  5

Irland 

  6

Niederlande 

  7

Schweden 

  8

Frankreich 

  9

Schweiz 

 10

Japan 

 11

Luxemburg 

 12

Finnland 

 13

USA 

 14

Österreich 

 15

Spanien 

 16

Dänemark 

 17

Belgien 

 18

Italien 

 19

Liechtenstein 

 20

Neuseeland 

 21

Großbritannien 

 22

Deutschland 


Quelle: dpa, t-online.de - am 05. Oktober 2009.
Hier: Entwicklungsindex der Vereinten Nationen.
"Norwegen hat nach den Kriterien der Vereinten Nationen die höchste Lebensqualität" - Deutschland belegt nur Rang 22. - Gründe: Das gesunkene Pro-Kopf-Einkommen - und die 'Sozialpartnerschaft' zwischen Arbeit und Kapital in der Deutschland AG (R.S.)  
http://nachrichten.t-online.de/vereinte-nationen-in-norwegen-lebt-es-sich-am-besten-/id_20157168/index  


Ostdeutsche Arbeitslöhne deutlich unter Westlöhne
Laut einer DGB-Studie liegt das ostdeutsche Lohnniveau um ein Viertel niedriger als in Westdeutschland. Geringe Bezahlung und hohe Arbeitslosigkeit sorgen für ein deutlich höheres Armutsrisiko in Ostdeutschland. Der DGB setzt sich für einen Ausbau des sozialen Schutzes ein, und fordert weiterhin (nur) einen "Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde" (brutto).
Die Anzahl der Erwerbstätigen lag in der DDR 1989 bei rund 9,8 Millionen und reduzierte sich - nach der 'Vereinigung' - 1991 auf rund 8,5 Millionen und 2008 auf weniger als 7,5 Millionen.
Die Zahl der Erwerbstätigen stieg in Westdeutschland von rund 27,6 Mio. (1989), 30,2 Mio. (1991) und auf 32,9 Mio. (2008).
In Ostdeutschland waren im Jahr 2007 nur noch 25,3 Prozent der Beschäftigten des Niveaus von 1989 im Produzierenden Gewerbe tätig. In Westdeutschland waren es noch 74,2 Prozent. In Ostdeutschland gab es 1992 noch 6,7 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse. Im September 2008 waren es nur noch 5,3 Mio. - Dies entspricht einem Minus bei den sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen in Ostdeutschland von 21 Prozent innerhalb der letzten siebzehn Jahre. -
Vgl.: DGB, Arbeitsmarkt aktuell, Bereich Arbeitsmarktpolitik, Oktober 2009. 
Quellenzugang: http://www.dgb.de/2009/10/02_arbeitsmarkt_osten/  


Empfehlung
1.) Lohndifferenz - "mit" und "ohne" Tarifvertrag!
http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/kombilohn/niedrtarif.pfd
2.) Zu: Klassengesellschaft und Vermögensverteilung in der Deutschland AG:
http://www.debatte.info/fileadmin/download/rschramm_10052009.pdf
3.) Siehe: Arbeitslöhne unter 10 Euro in Deutschland sind ein soziales Verbrechen . . .
Internet: http://www.debatte.info/index.php?id=790


Merke: Ohne Klassenkampf gibt es keine Verbesserung der Lebensbedingungen im Kapitalismus.

 







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