Anzeige wegen Wolfstötung im Tierpark Perleberg


Foto: H. Pollin - NABU

06.05.13
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von EndZOO

EndZOO fordert Ende der Wolfshaltung

Die Tötung eines eigentlich „als zahm geltenden und nicht gefährlichen“ Wolfes im Tierpark Per- leberg wird rechtliche Konsequenzen haben. Die Tierschutzorganisation EndZOO kündigt heute an, den Tierpark in den nächsten Tagen wegen des Verdachts der Tötung ohne vernünftigen Grund anzuzeigen.

Nach Ansicht der Organisation habe Perleberg sich mit dem Todesschuss eines extrem gestressten Rudelmitglieds „einfach entledigt“. Obwohl „für Mitarbeiter des Parks und die Tiere“, laut Tierparkaussagen in der Presse, eigentlich „keine Gefahr bestand“, habe man den Wolf dennoch getötet. Dies werten die Tierschützer als widerrechtlich.

Die Tierschutzorganisation sieht grundsätzlich die Gefangenschaftshaltung von Wölfen als nicht artgerecht an, da es häufig zu tödlich endenden Rangkämpfen oder Ausbrü- chen kommt. Dass der Tierpark Perleberg nach diesem Vorfall im selben Atemzug Nach- wuchs ankündigt, hält EndZOO nicht nur für äußerst zynisch sondern auch für unver- antwortlich. Denn europaweit gibt es in Zoos und Wildparks einen Wolfsüberschuss.
Seit 1987 sind, nach Auswertungen von EndZOO, europaweit bisher 12 Wölfe aus Gefangenschaften geflüchtet.

„Während der Duisburger Zoo einen ebenfalls am 03.05.2013 entflohenen Wildhund wieder lebend einfangen konnte, ist man in Perleberg offenbar im Umgang mit einer Kleinkaliberwaffe geübter, als mit dem Betäubungsgewehr. Die Staatsanwaltschaft muss jetzt prüfen, ob es erhebliche Versäumnisse beim Einfangen gab und ob die Tötung eines als zahm geltenden Wolfes, ohne bestehende Gefahr für Mensch und Tier, rechtens war“, so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht abschließend.

Kontakt@endzoo.de

   


VON: ENDZOO






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