Psychische Belastungen bei der Arbeit konsequent verhüten

05.10.20
SozialesSoziales, Wirtschaft, Politik, News 

 

„Aufgeklärt sind wir schon, wenn es um Stress bei der Arbeit geht. Eine Aufklärungskampagne reicht deshalb nicht. Krankmachende Arbeitsbedingungen müssen endlich konsequent verhütet werden. Dafür brauchen wir eine Anti-Stress-Verordnung mit klaren Regeln, um psychische Belastungen im Arbeitsleben einzudämmen“, erklärt Jutta Krellmann, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Mitbestimmung und Arbeit, zur Vorstellung der Aufklärungskampagne „Offensive Psychische Gesundheit“ durch die Minister Hubertus Heil, Franziska Giffey und Jens Spahn. Krellmann weiter:

„Niemand kann ernsthaft bestreiten, dass viele psychische Erkrankungen vom Arbeitsstress kommen. Der nimmt seit Jahren zu, viele Beschäftigte können ein Lied davon singen. Jede fünfte Krankschreibung geht inzwischen auf Burnout und Co. zurück. Aber noch immer wird in vielen Betrieben kaum etwas dagegen unternommen.

Die Antwort kann nur sein, dass der Stress in der Arbeitswelt ausgebremst wird. Das geht nur mit einer Anti-Stress-Verordnung, die klar vorschreibt, wie Beschäftigte vor Stress, dauerhafter Ermüdung und Monotonie zu schützen sind. Für alle anderen Gefährdungen, die das Arbeitsschutzgesetz kennt, gibt es eine solche Verordnung bereits. Nur wenn es um psychische Belastungen geht, knickt die Bundesregierung regelmäßig vor dem Druck der Arbeitgeber-Lobby ein.

Eine Anti-Stress-Verordnung wäre eine wichtige Hilfe für Unternehmen, Betriebsräte und Arbeitsschutzbehörden. Bereits 2013 hatte der Bundesrat den Entwurf einer solchen Verordnung beschlossen. Die Bundesregierung muss ihn nur übernehmen, wenn sie es ernst meint mit der psychischen Gesundheit.“







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