NABU zu Pariser Klimaabkommen: Nach fünf verlorenen Jahren endlich handeln

23.09.21
UmweltUmwelt, Politik, Internationales, TopNews 

 

Von NABU

Krüger: Mit 100-Tage-Gesetz beim Klimaschutz das Ruder herumreißen

Anlässlich des 5. Jubiläums der Ratifizierung der Pariser Klimaziele im Bundestag kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger die Entwicklungen in diesem Gebiet.

»Mit der Ratifizierung des Pariser Klimaabkommens bestanden weltweit große Hoffnungen auf einen energischen und ergebnisorientierten politischen Wandel. Doch auch fünf Jahre danach ist die Bremse noch immer nicht gelöst. Vor allem die drei größten Klimaverschmutzer China, USA und EU müssen endlich ernst machen mit Klimaschutzmaßnahmen, damit die globale Staatengemeinschaft das 1,5-Grad-Limit noch einhalten kann. Es ist ein erstes gutes Signal, dass China zumindest im Ausland keine neuen Kohlekraftwerke mehr bauen will. Zum Erreichen des neuen Klimaziels der EU, muss der Kohleausstieg europaweit 2030 fast vollständig vollzogen sein. Deutschland darf dabei nicht zum Klimabremser der EU werden, indem es am Kohlepfad bis 2038 festhält. Weil wir unseren Kindern und Enkelkindern einen lebendigen, lebenswerten Planeten hinterlassen wollen, brauchen wir schnellstmöglich einen höheren Wirkungsgrad bei der Klimapolitik und auch beim Artenschutz. Die nächste Bundesregierung muss dafür schnell das Ruder herumreißen mit einem 100-Tage-Gesetz bei Verkehr, Energie, Landwirtschaft und den anderen Sektoren.«

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse. Mehr Infos: www.NABU.de/wir-ueber-uns









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