Statement von PETA zum bundesweiten Böller- und Feuerwerksverbot an Silvester

02.12.21
UmweltUmwelt, Kultur, Bewegungen, TopNews 

 

Um die in der vierten Corona-Welle bereits jetzt überfüllten Krankenhäuser zu entlasten, haben Bund und Länder gemeinsam ein bundesweites Verbot von Böllern und Feuerwerk an Silvester beschlossen. PETA Deutschland begrüßt die Entscheidung, die auch den meisten Tieren im Bundesgebiet zugutekommen wird.

Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA, kommentiert: „Wir begrüßen, dass die Bundesregierung ein Verkaufsverbot für Pyrotechnik verhängt hat und zudem dringend davon abrät, Silvesterkracher in der Neujahrsnacht abzufeuern. Aus Tierschutz- und Umweltgründen ist diese Entscheidung längst überfällig. Jedes Jahr leiden Millionen Tiere an Silvester unter dem Krach, den grellen Blitzen und den unbekannten Gerüchen, die durch Knallkörper entstehen. Für die Tiere ist der Jahreswechsel oft eine traumatische Erfahrung, die zu Angstzuständen führen kann. Jedes Jahr entlaufen hunderte Hunde und Katzen aus Angst. Die lauten Böller bedeuten auch für Wildtiere und heimatlose Katzen enormen Stress. Wenn sie in Panik vor ihnen flüchten, kann sie das so viel Kraft kosten, dass sie die Wintermonate nicht überleben. Viele Vögel weichen in für sie ungewöhnliche Höhen aus, was mit einem erheblichen Energieverlust einhergeht. Befinden sich Vögel in der Nähe der Explosionsstelle, erleiden sie ein Explosions- oder Knalltrauma. Das Trommelfell und das Innenohr können verletzt werden, was letztlich zur Flugunfähigkeit und zum Tod führt. Das Verkaufsverbot für Feuerwerk in diesem Jahr ist bereits ein großer Schritt in Richtung mehr Tierschutz in Deutschland. Tiere, Menschen und die Umwelt müssen geschützt werden. Wir fordern daher von der Regierung, ein dauerhaftes Nutzungs- und Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern auf den Weg zu bringen. Dies würde den Tieren den jährlichen Silvesterhorror ersparen.“

 







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