CDU und FDP zeigen: Schwarz-gelb steht für weiteres Artensterben in NRW

12.11.21
UmweltUmwelt, Bewegungen, NRW, TopNews 

 

Von DIE LINKE. NRW

Nach der  Entscheidung des Umweltausschusses im Landtag sieht DIE LINKE. NRW den Artenschutz im Land weiter gefährdet. CDU und FDP hatten mit ihrer Stimmenmehrheit die Volksinitiative Artenvielfalt NRW abgelehnt. Mit dem Verweis auf „bürokratische Hürden“ und „Weltfremdheit“ wurden damit die Anliegen von mehr als hunderttausend Bürgerinnen und Bürgern kurzerhand vom Tisch gewischt. Für die artenschutzpolitische Sprecherin der LINKEN. NRW, Edith Bartelmus-Scholich, ist die Entscheidung unverantwortlich: „115000 Bürgerinnen und Bürger haben unter den schwierigen Bedingungen der Pandemie die Volksinitiative Artenvielfalt NRW unterstützt. CDU und FDP gehen nun einfach leichtfertig darüber hinweg. Sie zeigen damit deutlich: mit der schwarz-gelben Landesregierung ist das Artensterben in NRW nicht zu stoppen.“ 

Bartelmus-Scholich verwies auf den drängenden Handlungsbedarf, der sich in Punkto Artenschutz stellt und von der Volksinitiative aufgegriffen wurde. Demnach sind zwei Prozent der Arten in NRW aufgrund von mangelndem Artenschutz bereits ausgestorben. Ein Viertel stehen auf der Roten Liste, sind also akut gefährdet, darunter über 50 Prozent der Moose. Hinzu kommen Wildbienen, Schmetterlinge, Libellen, Insekten allgemein, Flusskrebse, Amphibien und Vögel. Unter den bedrohten Arten finden sich viele, früher sehr weit verbreitete Arten wie die Wiesenglockenblume, der Schachbrettfalter oder die Feldlerche. „Bei Vögeln ist ein Rückgang der Bestände von etwa 50 Prozent zu beobachten. Beim Kibietz sind die Bestandszahlen sogar um 75 Prozent, beim Rebhuhn um 94 Prozent eingebrochen. Insbesondere durch die Krefelder Langzeitstudie, die 1985 begann und 2017 beendet wurde, wissen wir gut dokumentiert, wie dramatisch der Rückgang der Biomasse der Insekten inzwischen ist. Sie ist in den letzten 30 Jahren selbst in Naturschutzgebieten um 75 Prozent zurückgegangen“, so Bartelmus-Scholich.

Für die artenschutzpolitische Sprecherin der LINKEN. NRW besteht daher drängender Handlungsbedarf. „Die Volksinitiative fordert nicht ohne Grund, den Flächenverbrauch auf maximal fünf Hektar pro Tag zu begrenzen. In Schutzgebieten sollen Pestizide und Düngemittel verboten werden. Staatswälder sollen  sich natürlich entwickeln dürfen und auch Teile der privaten Wälder sollen nicht mehr kommerziell genutzt werden. Grünlandflächen, die dem Land gehören, sollen ökologisch bewirtschaftet werden. Landeseigene Kantinen sollen regionale und ökologisch erzeugte Produkte anbieten. Schließlich erhebt sie auch die Forderung nach einem Nationalpark in der Senne.“ Wer diese Anliegen als „weltfremd“ bezeichnet oder wegen angeblicher „bürokratischer Hürden“ eine deutliche Trendumkehr scheut, habe offensichtlich nicht verstanden, wie wichtig ein intaktes Ökosystem für das Fortbestehen unseres Planeten ist. „Die LINKE. NRW unterstützt alle diese Forderungen, wie sie auch die Volksinitiative unterstützt hat. Sie wird diese Forderungen im Landtagswahlkampf vertreten und will im nächsten Landtag dafür kämpfen“, so Bartelmus-Scholich.







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