45 Jahre Proteste gegen die bundesweit einzige Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau / NRW – auch Sonntag!

05.11.21
UmweltUmwelt, Bewegungen, NRW, TopNews 

 

Von BBU

Seit 45 Jahren wird vielfältig gegen die bundesweit einzige Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau (Westfalen) demonstriert. Ursprünglich gegen die Planung und den Bau, jetzt für die sofortige Stilllegung der Anlage. Nächster Protesttermin ist am Sonntag (7.11.2021). Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau ruft aktuell zur Teilnahme an einer Mahnwache vor der UAA auf; 13 – 30 – 14.30 Uhr, Röntgenstraße 4, Gronau. Motto: Für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen!

Die Mahnwache findet vor dem Hintergrund der laufenden Koalitionsverhandlungen statt. Bisher gibt es noch keinen Stilllegungsfahrplan für die Gronauer Urananreicherungsanlage. Örtliche Initiativen, der BBU und weitere Organisationen fordern die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage.
Betrieben wird die Gronauer Urananreicherungsanlage vom Urenco-Konzern, dessen deutsche Anteile von den Energiekonzernen RWE und E:ON gehalten werden.

Im Oktober 1976 wurde bekannt, dass Gronau als Standort der bundesdeutschen Urananreicherungsanlage in Frage kommt. Spontan gründete sich die „Bürgerinitiative gegen Urananreicherung Gronau“, deren Nachfolgeorganisation, der AKU Gronau, seit dem Jahr 1981 bis heute aktiv ist (40 Jahre!).

https://uwz-archiv.medianet.de/fileadmin/Anti%20Atom%20web/Gronau/Brosch%FCren/01-08-00-000-1001_07/gronau_bi.pdf

Unterstützt werden die Aktionen gegen die Urananreicherungsanlage immer wieder u. a. vom  Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“, von der Intitiative SOFA Münster (Sofortiger Atomausstieg), vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, von Enschede voor vrede, von der NRW-Landeskonferenz gegen Atomanlagen, vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen und von der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW).

35 Jahre Gronauer Sonntagsspaziergang:
Eine der ältesten Protestaktionen der bundesweiten Anti-Atomkraft-Bewegung

Die seit Ende 1986 monatlich stattfindenden Sonntagsspaziergänge an der Gronauer Urananreicherungsanlage zählen zu den bundesweit ältesten und kontinuierlichsten Protestaktionen der bundesweiten Anti-Atomkraft-Bewegung. Und traditionell findet seit genau 35 Jahren wie immer am ersten Sonntag im Monat an der umstrittenen Uranfabrik ein Sonntagsspaziergang  statt. An den Sonntagsspaziergängen beteiligen sich Mitglieder von Friedens- und Anti-Atomkraft-Initiativen aus der Bundesrepublik und aus den Niederlanden.

Der erste Sonntagsspaziergang an der Urananreicherungsanlage Gronau fand als eher spontane Idee Ende September 1986 im Rahmen einer Umweltwoche der Stadt Gronau statt. 1986 hatte sich auch die Atomkatastrophe in Tschernobyl ereignet. Im Okt. 1986 wurde kein Sonntagsspaziergang durchgeführt und seit November 1986 hat bisher an jedem 1. Sonntag im Monat ein Sonntagsspaziergang an der UAA Gronau stattgefunden – bei Wind und Wetter.

Weitere Informationen zum Themenkomplex Urenco und Urananreicherungsanlagen: www.bbu-online.de, www.sofa-ms.de, http://urantransport.dehttp://www.enschedevoorvrede.nl, https://ippnw.de/startseite.html







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