Lützerath schützen - Braunkohlenbagger stoppen. Schicksal der Klimaziele hängt am Kohleausstieg

12.11.22
UmweltUmwelt, Bewegungen, NRW, TopNews 

 

Von BUND

Anlässlich der heute stattfindenden Demonstration in Lützerath für Klimagerechtigkeit im rheinischen Revier und weltweit erneuert Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), seine Kritik an dem Braunkohledeal mit RWE: 

„Der Kohledeal mit RWE ist mit den Pariser Klimazielen nicht vereinbar. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein dreckiger Deal. Statt weniger CO2 Ausstoß bedeutet der Deal von Habeck und Co. mehr schädliche Treibhausgase. Wir rufen die Bundesregierung auf, alles für die Einhaltung des 1,5 Grad Ziels zu tun. 280 Millionen Tonnen Kohle aus dem Tagebau Garzweiler abzubaggern gehört nicht dazu. Das Schicksal der Klimaziele hängt am Kohleausstieg. Die Kohle unter Lützerath muss im Boden bleiben.“ 

Dirk Jansen, Geschäftsleiter BUND Nordrhein-Westfalen, fügt mit Blick auf das Rheinische Revier und die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen an: 

Die NRW-Landesregierung war angetreten, NRW auf einen mit dem 1,5 Grad-Ziel kompatiblen CO2-Reduktionspfad zu führen. Ihr aktuelle Politik ist das Gegenteil davon. Gerade die Grünen Minister*innen verspielen damit ihre Glaubwürdigkeit und riskieren den Klimakollaps. Es reicht nicht, sich für einen auf 2030 vorgezogenen Kohleausstieg in NRW selbst zu feiern. Entscheidend ist, wie viel Kohle bis dahin verfeuert wird. Wir fordern von der Landesregierung, die Räumung Lützeraths nicht anzuordnen. Ansonsten gilt: Wenn ihr räumt, sind wir wieder da!“

Der BUND und die in ihm versammelten Menschen werden die Regierungen bei allen Bestrebungen unterstützen, die dem Ziel einer zukunftsfähigen Energieversorgung dienen. Genauso wird der BUND aber weiter konsequent und friedlich Widerstand leisten, wenn das 1,5 Grad-Ziel wissentlich missachtet und Natur, Dörfer sowie eine uralte Kulturlandschaft zugunsten der Braunkohlengewinnung geopfert werden. 

Hintergrund: Mit dem RWE-Deal verabschieden sich Land und Bund von dem in der Kohlekommission vereinbarten und mit dem Kohleausstiegsgesetz fixierten stetigen Ausstieg aus der Kohleverstromung. Die Kohleförderung aus dem Tagebau Garzweiler soll von knapp 20 Millionen Tonnen im Jahre 2020 auf über 30 Millionen Tonnen in 2023 steigen und danach bis 2027 auf hohem Niveau verharren. 

Weitere Informationen: www.bund-nrw.de/braunkohle/aktionen/luetzerath-schuetzen-braunkohlenbagger-stoppen-12112022/







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