Landesregierung muss für Rückgang der Krebserkrankungen in NRW sorgen

08.10.21
UmweltUmwelt, Bewegungen, NRW, Ruhrgebiet, TopNews 

 

Von BBU

Die Bürgerinitiative „Dicke Luft“ in Herne hat sich mit den aktuellen Zahlen der Krebsfälle in Nordrhein – Westfalen, und speziell in Herne, befasst. Die Bürgerinitiative fordert von der Politik endlich Maßnahmen, um festzustellen, warum es im Ruhrgebiet und gerade auch in Herne, eine überdurchschnittliche Erhöhung der Fallzahlen bei Krebserkrankungen gibt.

„Die Bürgerinitiative ist eine Mitgliedsinitiative des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU). Die Forderung der Initiative nach Aufklärung ist berechtigt. Die NRW-Landesregierung muss den Krebs-Fallzahlen nachgehen und ist generell gehalten, landesweit mit geeigneten Maßnahmen für den Rückgang der Krebserkrankungen zu sorgen“, so BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

Folgend der Wortlaut einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative „Dicke Luft“ Herne vom 05.10.2021. Weitere Informationen unter
https://www.dickeluft-herne.de

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Pressemitteilung der BI "Dicke Luft" zu Krebszahlen Herne.

Im Krebsregister NRW wurden nun wieder die neuesten Daten für das Jahr 2018 veröffentlicht. Mit Entsetzen mussten wir feststellen, dass sich der negative Trend in Herne weiter fortsetzt. In den Daten über Neuerkrankungen sowie der Sterblichkeit findet man die männlichen Einwohner unserer Stadt wieder an der höchsten Stelle. Bei den weiblichen Einwohnern*Innen stagnieren die Zahlen auf hohem Niveau über dem NRW Durchschnitt. Die sehr schlechten Herner Werte haben sich seit 2006 nicht verbessert, im Gegenteil die Kurve steigt an.

In Herne gibt es sich eine große Anzahl von schadstoffemittierenden Industrieanlagen, die eine hohe Belastung der Luft und Umwelt erzeugen und damit negative Auswirkungen auf dieGesundheit der Bewohner*Innen haben. Vor diesem Hintergrund neue Industrieansiedlungen oder verlängerte Laufzeiten von Altanlagen zu genehmigen, halten wir für fahrlässig.

Wenn man als Bürger in Genehmigungsverfahren die horrenden Krebszahlen anführt, weisen die Genehmigungsbehörden stets und vehement einen Zusammenhang zwischen hoher Industriedichte und den Krebszahlen zurück. Da die vom Krebsregister NRW veröffentlichten Daten aber nicht zu leugnen sind, wird von Seiten der Behörden gerne die angeblich ungesunde Lebensart der Menschen im Ruhrgebiet und speziell der Herner als Erklärung angeführt. Im Besonderen wird den Menschen in Herne ein überdurchschnittliches Rauchverhalten unterstellt.

Aktuell nachzulesen im Planfeststellungsbeschluss zur Erweiterung der Zentraldeponie der Bezirksregierung Münster. Es ist mehr als zynisch, eine weitere Verschlechterung der Umweltsituation zu erlauben und gleichzeitig auf die Krebszahlen mit einem „Daran seid ihr selber Schuld“ zu reagieren.

Wir fordern von der Politik endlich Maßnahmen, um festzustellen, warum es im Ruhrgebiet und gerade auch in Herne, diese überdurchschnittliche Erhöhung der Fallzahlen bei Krebserkrankungen gibt.







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