Klimacamper fordern Platz in Hamburg ein

18.07.08
UmweltUmwelt, Bewegungen, Hamburg, TopNews 

 

Die AusrichterInnen des Mitte August in Hamburg stattfindenden Klimacamps kritisieren die Blockadehaltung der städtischen Behörden beim Genehmigungsverfahren für die Protestveranstaltung.

http://www.klimacamp08.net/

Vom 15. bis 24. August werden mehrere tausend Menschen bei den politischen Aktionscamps der Klima- und antirassistischen Bewegung in Hamburg erwartet. Die Suche nach einem Platz für Veranstaltungen und Unterbringung der Aktivistinnen und Aktivisten wird seit Wochen von städtischen Behörden verzögert, obwohl es einen geeigneten und zentral gelegenen Ort gibt.

"Hamburg wird als Symbol inhumaner Abschiebepolitik und des unverantwortlichen Ausbaus der Kohleverstromung unweigerlich ein Ort des Protests gegen diese Politik sein. Daran kann keine städtische Grünflächenordnung etwas ändern", so Tadzio Müller von der Klimacampvorbereitung.

Die Vorbereitungsgruppen der Camps fordern die Stadt auf, den beantragten Platz auf dem Entenwerder zu genehmigen. Politischer Protest muss zentral sichtbar werden. Es liegt auch im Interesse der Stadt Hamburg, dass es einen rechtzeitig feststehenden Platz gibt, auf dem die Infrastruktur wie Wasserversorgung und sanitäre Anlagen vorbereitet werden kann. Wildes Campen in der ganzen Stadt wollen weder wir noch die Menschen in Hamburg erklärt Ines Koburger vom Klimacamp.

Die Camps werden sich mit inhaltlichen Diskussionen sowie kleinen und großen ungehorsamen Aktionen unter anderem mit den von Hamburg ausgehenden Abschiebungen, dem Bau des Kohlekraftwerks Moorburg, der europäischen Abschottungspolitik gegen Flüchtlinge und der Verarbeitung von Agrotreibstoffen auseinandersetzen.

"Um es deutlich zu sagen: Wir erwarten, dass die Hamburger Flughafenverwaltung die Hamburger Innen-und Ausländerbehörde davon
unterrichtet, dass Abschiebungen via Hamburg nicht mehr erwünscht und zu unterlassen sind", so Andrea Doria vom antirassistischen Camp.

Zu Presseberichten über gewaltbereite Campteilnehmer erwidert Tadzio Müller: "Gewalt bei politischen Protesten ging in den letzten Jahren immer wieder von der Polizei aus - wir hoffen, dass dies keine Wiederholung findet."

Quelle: http://www.gruene-jugend.de/aktuelles/nachrichten/455536.html

 







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