Klimacamper finden Platz in Hamburg - Einigung nach Verhandlungen - Kritik am Senat

09.08.08
UmweltUmwelt, Bewegungen, Hamburg, TopNews 

 

http://de.indymedia.org/2008/08/224163.shtml

Vom 15. bis 24. August werden in Hamburg parallel ein Klima- und Antiracamp stattfinden. Nach langem Hinhalten und erst auf massiven politischen Druck hat der schwarz-grüne Senat jetzt ein Campgelände zur Verfügung gestellt. Auf den Camps werden zahlreiche Debatten und Workshops geplant, am 22. August wird die Aktion Fluten 3.0 den Abschiebeflughafen lahmlegen, für den
23. August hat Gegenstrom08 die Besetzung der Kohlekraftwerksbaustelle in Moorburg angekündigt. Am heutigen Freitag unterzeichneten der Hamburger Senat und die Vorbereitungsgruppen des AntiRa- und Klimacamps nach tagelangen Verhandlungen den Vertrag für einen Platz im Vorhornweg im Hamburger Stadtteil Lurup. Ursprüngliches Ziel der Camp-AktivistInnen war, eine Erlaubnis für den innenstadtnahen Park Entenwerder zu bekommen.

"Selbst nach Aussagen der Stadt wäre Entenwerder von der Anlage her geeignet gewesen für ein Camp, aber der schwarz-grüne Senat will unseren Protest unsichtbar machen“, erklärt Ines Koburger von der Vorbereitungsgruppe des Klimacamps. Andrea Doria von der Pressegruppe des AntiRa-Camps ergänzt: „Trotzdem sind wir froh, einen Platz vertraglich besiegelt zu haben. Der Aufbau wir nun in Windeseile beginnen. Wir lassen uns auch durch einen zwar schönen, aber abgelegenen Platz nicht davon abhalten, eine Woche lang die Themen, die uns wichtig sind und wofür wir uns treffen, an die Öffentlichkeit zu bringen.“

Das Doppelcamp in Lurup wird vom 15. - 24. August Ort von Diskussionsveranstaltungen, Seminaren und Ausgangspunkt von vielfältigen Aktionen zu den Themen Antirassismus und Klimawandel sein.

„Wir wünschen uns nun einen guten Kontakt zu unseren Nachbarn. Wir laden alle HamburgerInnen ein, uns im Camp und unser Veranstaltungsprogramm zu besuchen und an den Aktionen teil zu nehmen“, sagt Andrea Doria.

„Nach der Platzsuche rückt der Fokus nun auf unsere politischen Inhalte. Wir wollen ein ganz anderes Klima, weltweit und in Hamburg. Das bedeutet kein Kohlekraftwerk in Moorburg, keine Abklemmungen von armen Haushalten vom Stromnetz und einen Stopp von Abschiebungen“, ergänzt Ines Koburger.


In Großbritannien findet seit einigen Tagen ein Klimacamp statt - dort musste der Platz in der Nähe des Kohlekraftwerks Kingsnorth besetzt werden. Am 9.August soll dieses Kraftwerk im Rahmen des Campaktionstags stillgelegt werden. Weitere Infos auf Englisch: 
http://www.indymedia.org.uk/en/actions/2008/climatecamp/

http://www.klimacamp08.net







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