Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung: Hambacher Wald retten!

03.10.18
UmweltUmwelt, Bewegungen, OWL, NRW, TopNews 

 

Von Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung

Aufruf zur Demonstration

„Wald retten, Kohle stoppen“ dafür werden am Samstag, dem 6. Oktober, Zehntausende auf die Straße gehen. BUND, Campact, Greenpeace und die Naturfreunde Deutschland rufen zu einer Großdemonstration auf. Das Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung erklärt sich solidarisch mit dem Widerstand gegen die Zerstörung des Waldes und unterstützt den Aufruf zur Demonstration. Auch ab Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück fährt ein Bus zum Hambacher Wald.  Anmeldungen zur Mitfahrt: info@fairlebengt.de

Den Hambacher Wald gibt es seit der letzten Eiszeit, seit etwa 12.000 Jahren. Die ältesten Bäume sind 350 Jahre alt. 142 geschützte Tierarten leben im Hambacher Wald; davon sind 13 vom Aussterben bedroht. Es geht zum Beispiel um den Mittelspecht, die Haselmaus, den Springfrosch, die Kreuzkröte und die Bechsteinfledermaus. Aber das sind nicht die Einzigen, die ihre Heimat verlieren würden. Im Hambacher Wald sind laut dem BUND 1.390 Käferarten zuhause; des weiteren viele Ameisenarten, geschützte und auch nicht geschützte Vogel- und Greifvogelarten, diverse Amphibien, viele Insektenarten und weitere Waldtiere. 

Zu Beginn des Tagebaus vor 40 Jahren breitete sich der Wald über eine Fläche von mehr als 4.000 Hektar aus. Die verbliebenen 226 Hektar Wald sollen jetzt auf weniger als 100 Hektar abgeholzt werden. Für einen Energieträger, von dem wir uns schnellstmöglich trennen müssen.

Allein die vier RWE-Kraftwerke Neurath, Frimmerdorf, Weisweiler und Niederaußem emittieren jährlich rund 1.470 Tonnen Feinstaub-Partikel. Außerdem etwa 1.500 Kilogramm Quecksilber und ein Mix aus Cadmium, Arsen, Blei, Zink, Schwefeldioxid, Stickoxiden und anderen Schadstoffen.

Greenpeace beziffert die Folgekosten der Braunkohle, die nicht von den Verursachern getragen werden, auf 26,3 Mrd. € jedes Jahr. Das ist nur ein Teil der „Ewigkeitskosten“ der Braunkohle.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), der Sachverständigenrates der Bundesregierung und das Fraunhofer-Institut sind sich einig: Für den deutschen Strombedarf wird die Braunkohle unter dem Hambacher Wald nicht gebraucht. Deutschland kann sofort mit dem Ausstieg aus der Braunkohle beginnen ohne dass die Stromversorgung gefährdet wird. Das Pariser Klimaabkommen kann eingehalten werden, bis 2030 können wir uns kohlefrei mit Energie versorgen.

Dennoch hält die CDU-FDP-Landesregierung an der Rodung des Waldes fest und lässt weiter räumen. Die Bundesregierung droht mit der Energiewende zu scheitern. Die Energiekonzerne haben die Politik fest im Griff. Die Verflechtungen sind vielfältig. Stellvertretender Vorsitzender des RWE-Aufsichtsrats ist zum Beispiel der Gewerkschafter und Grüne Frank Bsirske. Auf kommunaler Ebene hält sich RWE in seinem Beirat eine Schar von Hundert Landräten, Bürgermeistern, Vorständen und Betriebsräten kommunaler Unternehmen. Offizielle Aufgabe des Beirates ist die Beratung der RWE in Fragen der Unternehmens- und Energiepolitik mit regionalem Bezug. Mit dabei der Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer. Diese Verstrickungen sind ein Skandal angesichts der Schäden, die bereits durch den Abbau von Braunkohle angerichtet wurden.

Wer unseren Landrat in Sachen Klimapolitik beraten möchte, kann das hier

https://www.sven-adenauer.de/1_kontakt_Nehmen-Sie-mit-uns-Kontakt-auf.html

oder per Brief an Kreis Gütersloh, Der Landrat, Herzebrocker Str. 140, 33334 Gütersloh.

Der BUND Gütersloh und die BUND-Regionalgruppe Ostwestfalen-Lippe haben einen Bus zur Demo am 6. Oktober organisiert. Abfahrt des Busses ist um 8:40 Uhr an der Fernbushaltestelle am Bahnhof Gütersloh. Zusteigen kann man um 9:00 in Rheda-Wiedenbrück am PR Parkplatz, Gütersloher Straße (schräg gegenüber des A2 Forums). Anmeldungen zur Mitfahrt: info@fairlebengt.de

Infos zur Demo https://www.stop-kohle.de/

Mehr zum Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung https://buendnis-gegen-die-toennies-erweiterung.de/

 

Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung







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