“Dicke fette Linda .... oder: Warum gibt es Streit um die Kartoffel LINDA und die so genannten Nachbaugebühren?“

12.09.08
UmweltUmwelt, Saarland, News 

 

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und Aktion 3.Welt Saar publizieren Flugschrift und laden ein zur Podiumsrunde am 23. September, Merzig, Fellenbergmühle.

Die Kartoffel LINDA soll vom Markt verschwinden. Das will ihr Besitzer. Im Herbst entscheidet das Bundessortenamt in Hannover über den Antrag auf Wiederzulassung. Neuerdings sollen Bauern Gebühren zahlen, wenn sie Weizen und Kartoffeln aus der Ernte zurück behalten für die Aussaat im nächsten Jahr: Nachbaugebühren nennt sich diese Sondersteuer für Bauern. Während sich der Deutsche Bauernverband seltsam bedeckt hält, engagiert sich die „Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)“ gegen diese Gebühr und erzielte bisher bemerkenswerte juristische und praktische Erfolge.

Gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Landesverband der „Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)“ lädt die „Aktion 3.Welt Saar“ ein zu einem Podiumsgespräch ein: „Dicke, fette Linda... Oder warum gibt es Streit um die Kartoffel Linda und die Nachbaugebühren“, Dienstag, 23. September 2008, 20 Uhr, Merzig, Fellenbergmühle, Marienstraße, mit Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL, Dr. Rudolf Buntzel, Agrarexperte des Evangelischen Entwicklungsdienstes und Roland Röder, Geschäftsführer der „Aktion 3.Welt Saar“. Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Woche „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ statt und wird vom Ministerium für Umwelt (Saarland) unterstützt. Zum gleichen Thema publizieren die AbL und die Aktion 3.Welt Saar eine vierseitige Flugschrift „Streit um Saatgut“ in einer Auflage von 90.000 Exemplare. Sie erscheint am 19. September und liegt mehreren Zeitungen bei.

Immer häufiger stellen Firmen aus den Industriestaaten Patentanträge auf Nutzpflanzen aus der 3. Welt. Patente auf Leben. Ist die Welt verrückt? Schon möglich. Vielleicht ist die Welt aber nur arg betriebswirtschaftlich gestrickt. Öffentliche Güter wie Bildung, Rente, Wasser werden im Zeitalter des Neoliberalismus privatisiert. Für immer mehr Menschen sind sie unerreichbar. Das gleiche gilt für Saatgut.

Weitere Informationen zum Thema: „Aktion 3.Welt Saar“, Weiskirchener Str. 24, 66679 Losheim am See, Telefon 06872 / 9930-56,

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) – LV RLP/Saarland, Norbert Worm, Römer Str. 1, 54568 Gerolstein, Telefon 06558 / 8621







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