Die Internationale Atomenergieorganisation wird das AKW in Fessenheim “inspizieren”!

03.03.09
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Protestaktion am 21. März 2009 um 10.30 Uhr vor dem AKW

Vom 23. März bis zum 8. April wird die IAEO eine “Inspektion” des AKW Fessenheim durchführen. Wir sind erstaunt, dass dieser Einsatz im Elsass gerade dann angesetzt wurde, wenn das Los des AKW ungewiss ist und ausgerechnet ein paar Monate vor der zehnjährigen Inspektion, die zwischen Laufzeitverlängerung und der Schließung des AKW entscheiden soll.

Es ist dieselbe Organisation, die eingreift, wenn es Konflikte um die Rechte mancher Länder Atomenergie und Atombombe zu besitzen geht. Es ist die Organisation, die die mutmaßlichen Atomwaffen von Sadam Hussein im Irak gesucht hat und nach Nordkorea und anderswo geschickt wird. Die IAEO vergibt auch “Führungszeugnisse” an die zivile Atomindustrie. Eine ähnliche Inspektion hat auch kurz vor der Katastrophe in Tschernobyl statt gefunden und leider konnte diese das Desaster nicht verhindern.

Die Macht der IAEO kommt von ihrem internationalen Einfluss: sie kontrolliert alles was zum Thema Atomenergie veröffentlicht wird und verhindert, zum Beispiel, die Publikation von unabhängigen Ärzten gemachten Studien zum sanitären Zustand der kontaminierten Bevölkerung um Tschernobyl.

Es ist das perfekte Beispiel der schädlichen Vermischung zwischen Kontrolle und Lobby für die Interessen der Atomindustrie. Diese Vermischung wird schon in ihrem Status verdeutlicht: sie soll für die weltweite Entwicklung der Atomenergie agieren und gleichzeitig die Anlagen kontrollieren.

Wozu kommt nun die IAEO nach Fessenheim? Um zu überprüfen, ob die geltenden Normen eingehalten werden oder um Propaganda für die Atomindustrie zu machen?

Wegen dieser Doppeldeutigkeit rufen Umweltgruppen auf beiden Rheinseiten und réseau Sortir du Nucléaire (französische Dachorganisation) zu einer Aktion am 21. März um 10.30 Uhr auf. Wir wollen für

  a.. unsere Entschlossenheit uns nicht von den Experten der Atomenergie manipulieren zu lassen und

  b.. unseren Willen, die Schließung der zwei Reaktorblöcke in Fessenheim und die Energieumorientierung des Elsass zu erreichen demonstrieren.

Treffpunkt ist am 21.03.2009 um 10.30 Uhr vor dem AKW

Diese Protestaktion ist ein erster kleiner Auftakt für die geplanten Aktionen und die Großkundgebung im Herbst 2009.


Der "Réseau Sortir du nucléaire" der große französische Anti-Atom-Dachverband plant ein großes, internationales Aktionswochende & Demo am 3. und 4. Oktober 2009 im elsässischen Colmar.







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